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Der "Ant-Man" präsentierte sich früh in der Saison schon in MVP-Form. Jetzt muss er jedoch langfristig mit einer Knieverletzung aussetzen.
Wie mehrere Medien am Dienstag übereinstimmend berichteten, wird sich der 25-Jährige einer arthroskopischen Operation an seinem angeschlagenen rechten Knie unterziehen.
Eine offizielle Bestätigung der Timberwolves steht derzeit noch aus. Auf dem Injury Report vor der Partie gegen die Golden State Warriors wurde nur vermerkt, dass Edwards wegen der "Behandlung einer Verletzung am rechten Knie" fehlen wird. Laut Quellen wird jedoch intern mit einer Ausfallzeit von mindestens zwei Monaten gerechnet.
Der viermalige All Star hatte schon in der vergangenen Saison mehrfach mit Knieproblemen zu kämpfen gehabt. Neun der letzten 22 Partien der Regular Season verpasste er, um sich von einem "Runner's Knee" zu erholen. In den Playoffs überstreckte er zudem zu sein linkes Knie.
Während der Preseason hatte Edwards erklärt, dass er in der Offseason ausreichend Ruhe gehabt habe, sodass sein Knie keine Probleme mehr mache. Auch während des Training Camps klagte er nicht über Schmerzen.
Wie The Athletic berichtet, traten schon beim Season Opener gegen die Miami Heat wieder erste Probleme auf, doch Edwards ging davon aus, erneut trotz der Schmerzen einfach weiterspielen zu können. Beim Heimsieg gegen die Toronto Raptors am Sonntag fasste sich Edwards dann jedoch mehrfach ans Knie. Vor der Partie gegen die Cleveland Cavaliers landete sein Name daher dann auch auf dem Injury Report. Head Coach Chris Finch war jedoch nicht allzu besorgt, sprach von einem "täglichen Problem" und befürchtete keinen längeren Ausfall.
Edwards' Einsatz gegen die Cavs war im Back-to-back zwar fraglich, doch nach dem Warm-up entschieden sich alle Beteiligten, dass er mitwirken darf. Er spielte 41 Minuten und erzielte 47 Punkte. Dabei war ihm jedoch schon anzusehen, dass er nicht bei einhundert Prozent war.
Als eine MRT-Untersuchung danach offenbarte, dass es sich um eine neue Art von Knieverletzung handelt, die nichts mit den alten Problemen zu tun hat, beschlossen Edwards und die Wolves gemeinsam, dass eine OP notwendig ist.
Der Ausfall trifft Edwards individuell schwer. Sollte er tatsächlich zwei Monate ausfallen, würde er die 65-Spiele-Marke nicht erreichen können und könnte nicht als MVP ausgezeichnet oder ins All-NBA-Team gewählt werden. "Es geht nicht um individuelle Auszeichnungen, All-NBA-Nominierungen oder Ähnliches", sagte sein Manager Justin Holland allerdings gegenüber ESPN. "Wir haben nur ein Ziel vor Augen: den Meistertitel zu gewinnen. Wir haben in kurzer Zeit gesehen, wozu das Team fähig ist, und wissen, dass Großes vor uns liegt, wenn alle zu einhundert Prozent fit sind."
Die Timberwolves waren mit drei Siegen in die aktuelle Saison gestartet und setzten sich dabei jeweils deutlich gegen ambitionierte Teams (Miami Heat, Orlando Magic, Toronto Raptors) durch. Gegen die Cavs gab es erst nach Verlängerung die erste Niederlage. Edwards hatte mit 33,3 PPG, 4,8 RPG und 3,5 APG großen Anteil daran.
In der vergangenen Spielzeit hielten sich die Wolves mit einer 12-9-Bilanz ohne Edwards im Playoff-Kampf der Western Conference durchaus über Wasser. In dieser Saison liegen nun die Hoffnungen auf Star-Neuzugang LaMelo Ball, der dafür sorgen soll dass der Ausfall seines Backcourt-Partners nicht allzu schwer wiegt.
Schwacher Trost für Minnesota: Auch andere Topteams sind bereits vom Verletzungspech betroffen. Beispielsweise werden die Oklahoma City Thunder die Saison womöglich ohne Jalen Williams und Cason Wallace beenden müssen, den Raptors wird Kawhi Leonard langfristig fehlen und die Magic können derzeit nicht auf Paolo Banchero und Jalen Suggs zurückgreifen.
Boston Celtics |
Brooklyn Nets |
125:124 OT |
New York Knicks |
Detroit Pistons |
111:97 |
San Antonio Spurs |
Sacramento Kings |
130:103 |
Los Angeles Lakers |