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Nicolas Pereira warnt Carlos Alcaraz nach erfolgreichem Comeback
© gerebit0/X/Fair Use

Die größte Herausforderung für Carlos Alcaraz könnte derzeit weniger sein nächster Gegner als der Umgang mit seinem erfolgreichen Comeback sein. Nach einer fast fünfmonatigen Pause wegen einer Handgelenksverletzung hat der Spanier mit den Titeln in Tokio und Wien seine Leistungsfähigkeit eindrucksvoll bestätigt. Für Nicolas Pereira ist gerade diese schnelle Rückkehr ein Grund, zur Vorsicht zu mahnen.

Der ehemalige Weltranglisten-74. zweifelt nicht an Alcaraz' sportlicher Qualität. Seine Bedenken betreffen vielmehr die Belastung durch zahlreiche Turniere und mögliche Ablenkungen außerhalb des Tennisplatzes.

Warum die Turnierbelastung entscheidend bleibt

Bereits bei den US Open erreichte Alcaraz nach seiner Verletzungspause das Viertelfinale. Anschließend gewann der 23-Jährige zwei ATP-Turniere und etablierte sich erneut als einer der stärksten Spieler der Tour.

Pereira zeigte sich im Podcast „Inside-in“ beeindruckt. „Die gute Nachricht ist, dass er gesund ist“, erklärte er. Gleichzeitig richtete er einen Appell an den Spanier: „Bitte, Carlos, übertreib es nicht, okay? Lass es ruhig angehen.“

Die Warnung gewinnt angesichts des verbleibenden Saisonprogramms an Bedeutung. Nach dem Paris Masters stehen für Alcaraz noch die ATP Finals und die Davis Cup Finals mit Spanien an. Seine jüngsten Erfolge bestätigen zwar seine aktuelle Form, lassen jedoch keine sicheren Rückschlüsse darauf zu, wie viel Belastung nach der langen Pause angemessen ist.

Auch außerhalb des Platzes sieht Pereira Risiken

Neben dem Turnierkalender beschäftigt Pereira der Umgang des Spaniers mit persönlichen Ablenkungen. Bereits unter seinem früheren Trainer Juan Carlos Ferrero hatte es Meinungsverschiedenheiten gegeben, nachdem Alcaraz nach seinem French-Open-Triumph 2024 nach Ibiza reisen wollte.

Die Zusammenarbeit endete im vergangenen Dezember. Pereira erkennt inzwischen eine zunehmende Reife des siebenfachen Grand-Slam-Siegers, betrachtet dessen persönliche Entwicklung jedoch weiterhin als wichtigen Faktor.

Dabei geht es nicht um konkrete Hinweise auf aktuelle Schwierigkeiten. Vielmehr sieht Pereira die Herausforderung darin, sportlichen Ehrgeiz und persönliche Interessen dauerhaft miteinander zu vereinbaren.

Warum Alcaraz auf sein Umfeld bauen kann

Mit Samuel Lopez als wichtigstem Trainer, seinem Bruder Alvaro Alcaraz und Agent Albert Molina verfügt der Spanier nach Pereiras Einschätzung über ein unterstützendes Umfeld.

Diese Unterstützung könnte besonders wichtig sein, wenn sportliche Erfolge und ein anspruchsvoller Turnierkalender zusammentreffen.

Alcaraz muss derzeit nicht beweisen, dass er wieder Titel gewinnen kann. Seine Siege in Tokio und Wien haben diese Frage beantwortet. Entscheidend wird vielmehr sein, wie er seine starke Form mit einer angemessenen Belastung und persönlicher Stabilität verbindet.

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