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Der HSV hat sich in Frankfurt schwach präsentiert. Entsprechend fallen die Bewertungen der MOPO aus.
Der HSV verliert wie im Pokal auch in der Bundesliga 1:3 gegen Eintracht Frankfurt. Wie haben sich die Hamburger dabei geschlagen? Das sind die MOPO-Noten.
Heuer Fernandes: Rettete früh stark gegen Ebnoutalib (6.). Auch bei Kochs Kopfball zur Stelle (45.+2). Beim ersten Gegentor machtlos (10.), beim zweiten ließ er den Kopfball sehr unglücklich nach vorne prallen und ermöglichte den Abstauber (47.). Das muss er sich ankreiden. Das 1:3 dann wieder nicht (69.). Spielte zudem ohne großen Druck ungewohnt viele Pässe zum Gegner. Note 4
Nandja: Durfte zum dritten Mal in Folge beginnen. Er ist meistens eng dran an seinen Gegenspielern, manchmal beim Herausstechen jedoch etwas zu forsch – sah deshalb auch Gelb (33.). Verlor den Ball vor dem 1:3 viel zu leichtfertig gegen Uzun (69.). Note 5
Torunarigha: Feierte sein Comeback, und das in Abwesenheit von Sebastiaan Bornauw als Abwehrchef. Mit einigen Klärungsaktionen bei Frankfurter Flanken. Hätte vor dem 1:2 gedankenschneller sein können (47.). Beim 1:3 war Ebnoutalib einfach fixer (69.). Note 4,5
Omari: Das Eigentor vor dem 0:1 ist ihm nicht anzulasten, ansonsten hätte Ebnoutalib hinter ihm getroffen (10.). Dass er sich im Zweikampf clever anstellen kann, zeigte er danach. Trotz des Malheurs weitgehend stabil. Köpfte auch noch an die Latte (89.). Note 4
Møller Wolfe: Läuferisch wie gewohnt sehr bemüht. Diesmal wieder auf der rechten Seite eingesetzt, wo ihm ein paar technische Fehler unterliefen. Bekam einiges ab. Note 4,5
Sambi Lokonga: Beim 0:1 entwischte Vorlagengeber Chaibi hinter ihm (10.). Im Ballbesitz der Taktgeber und Ruhepol des HSV. Aber eben auch nicht fehlerlos. Note 4
80. Amoako: Gewann noch den einen oder anderen Zweikampf. Das war gut. –
Muheim: Sein schlimmer Pass auf Torunarigha führte fast zum Gegentor (6.). Bevor das 0:1 wirklich fiel, ließ er sich in der gegnerischen Hälfte von Onyedika auswackeln (10.). Gut dagegen seine Flanke vor dem 1:1 (14.). Offensiv kann er viel bewirken, die Aussetzer sind bitter. Note 4,5
Lemke: Rückte etwas überraschend für El Ouahdi in die Startelf und machte Dampf. Defensiv nicht immer auf der Höhe. Hatte Glück, dass Knauff beim vermeintlichen 1:3 kurz vor seiner Auswechslung hinter ihm im Abseits stand (62.). Note 4
63. El Ouahdi: Kam und flankte sofort gefährlich. Fügte sich eher unauffällig ein. –
Adeline: Mit Ballverlusten, aber auch Ballgewinnen. Ganz wichtig war sein Einsatz gegen Doan nach dessen Solo (28.). Bekam den robusteren Kopfballspieler Brassier vor dem 1:2 nicht in den Griff (47.). Wollte vor dem dritten Gegentor ein Foul gesehen haben, tobte vor Ärger und wurde verwarnt. Note 4
80. Røssing-Lelesiit: Schoss kurz nach seiner Einwechslung vorbei (80.). Scheiterte auch noch an Frankfurts Torwart Atubolu. Als Joker sehr belebend. –
Grønbæk: Dribbelte mehrmals durch die gegnerische Hälfte, ohne dass sich eine passende Anspielstation auftat. Aber: Er bereitete das 1:1 mit Übersicht am Fünfmeterraum vor (14.). Bemüht, aber meist ohne Ertrag. Note 4
88. Stange: Ein Kurzeinsatz und per Volley fast sofort sein erstes Bundesligator (89.) – aber nur fast. –
Moffi: Verwertete direkt seine erste Chance und traf somit zum zweiten Mal binnen sechs Tagen gegen die Eintracht (14.). Das ist Effizienz. Als Wandspieler mit einer wichtigen Funktion, da war Poulsen für den HSV zuletzt aber noch effektiver. Eine sonderlich hohe Bindung zum Spiel hatte der Nigerianer wie schon beim Pokalspiel nicht. Note 4
63. Daka: Hatte in seinen 30 Spielminuten keine nennenswerte Torchance. Da muss als Joker mehr kommen. –