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Der FC Bayern ist eigentlich seit Jahrzehnten eine Anlaufstelle für die besten Spieler Deutschlands und internationale Stars. Nicht umsonst sind die Münchner eine absolute Konstante im europäischen Fußball. Doch auch bei den Bayern haben Akteure gespielt, bei denen man sich verwundert die Frage stellt: "War der wirklich mal bei Bayern München?"
Nicht jeder Spieler, der beim FCB gespielt hat, verkörperte wirklich auch Bayern-Niveau. Wir werfen einen Blick auf die schwächsten Bayern-Profis im 21. Jahrhundert.
Wichtig: Dabei bezieht sich unser Urteil natürlich nur auf die Leistungen der Spieler, während sie in München waren, nicht auf ihren Wert als Spieler oder als Mensch generell.
Louis van Gaal war zwar ein schwieriger Charakter, hat beim FC Bayern aber Erfolg gehabt und einige wichtige Dinge angeschoben. Dass er den zuvor in der Eredivisie kickenden Daniel Pranjic nach München sozusagen mitgebracht hat, gehörte jedoch nicht zu seinen besten Entscheidungen.
Der Linksverteidger und linke Mittelfeldspieler absolvierte zwar immerhin 85 Pflichtspiele, jedoch waren seine Leistungen kaum mal Bayern-tauglich. Pranjic offenbarte technische Defizite und war auch athletisch nicht stark genug. Nach drei Jahren in München wechselte er zu Sporting Lissabon, wo er sich jedoch auch nicht durchsetzen konnte. Bei Panathinaikos Athen schlug er sich ordentlich, ehe seine aktive Karriere langsam dem Ende entgegenging. Seit 2021 ist der heute 44-Jährige Fußball-Rentner.
Wie groß waren die Hoffnungen, als der FC Bayern Renato Sanches von Benfica Lissabon holte. Der Portugiese hatte bei der EM 2016 aufgetrumpft und mit seinem Land sogar den Titel geholt. Die Münchner investierten 35 Millionen Euro, jedoch kam Sanches nie so wirklich in Deutschland an. Der Sprung schien schlichtweg zu früh gekommen zu sein.
Sanches wirkte verunsichert, agierte überhastet und machte zahlreiche Fehler. Sein Talent konnte man nur selten erahnen. So wirklich aus dem Knick kam der Mittelfeldmann auch im Anschluss nicht mehr. Sanches kickte mit wechselndem Erfolg unter anderem für Lille, PSG und Panathinaikos. Aktuell ist der mittlerweile 29-Jährige vereinslos.
Sacha Boey ist der einzige Spieler der Liste, der aktuell noch beim FC Bayern unter Vertrag steht. Dies liegt aber größtenteils daran, dass es im Sommer keinen Abnehmer für den Rechtsverteidiger gab. Boey hatte zu Beginn seiner Bayern-Zeit mit Verletzungen zu kämpfen, konnte aber auch im Anschluss nie überzeugen. Der Franzose spielt unter Vincent Kompany eigentlich überhaupt keine Rolle, was unter anderem an taktischen und technischen Defiziten festzumachen ist. Dass der FCB 30 Millionen Euro für Boey ausgegeben hat, ist ein finanzielles Desaster.
Der 26-Jährige bringt zwar immerhin eine ordentliche Athletik mit und hat bei Galatasaray einigermaßen funktioniert, jedoch geht es jetzt nur noch darum, eine kleine Ablöse mitzunehmen und Boey von der Gehaltsliste zu bekommen. Für den FC Bayern reicht es bei ihm einfach nicht.
Ali Karimi gehört zu den prominentesten Gesichtern der iranischen Fußballgeschichte. Der frühere Mittelfeldspieler schloss sich im Jahr 2005 den Bayern an, konnte den vielen Vorschusslorbeeren aber nicht gerecht werden. Zwar war durchaus zu erkennen, dass Ali Karimi fußballerisch gewisse Qualitäten mitbringt, jedoch war er körperlich nicht stark genug für die Bundesliga.
Folgerichtig reichte es auch nur für 34 Pflichtspiele, ehe er nach Katar wechselte. Felix Magath holte Karimi im Jahr 2010 zum FC Schalke, jedoch verlief sein zweites Deutschland-Intermezzo noch schlechter. Der inzwischen 47-Jährige absolvierte für die Knappen nur drei Pflichtspiele. Seine Länderspielkarriere war mit 131 Spielen und 38 Toren beeindruckend, in Europa konnte er aber nie Fuß fassen.
Alexander Baumjohann wurde als Schalke- und später als Gladbach-Youngster heiß gehandelt und schloss sich im Sommer 2009 dem FC Bayern an. Der Schritt erwies sich für den offensiven Mittelfeldspieler allerdings als zu groß. Baumjohann absolvierte nur sieben Pflichtspiele, ehe er zu seinem Jugend-Klub Schalke zurückkehrte. Dort wurde er jedoch von vielen Verletzungen zurückgeworfen und konnte nicht an das anschließen, was er in seiner kurzen Gladbacher Zeit angedeutet hatte.
Baumjohann spielte noch ein ordentliches Jahr in der 2. Bundesliga für Lautern, ehe es mit seiner Karriere weiter bergab ging. Nach einem erfolglosen Intermezzo bei der Hertha brach er seine Zelte in Deutschland ab und wechselte nach Australien. Dort verbrachte er einige Jahre, ehe er 2021 seine Karriere beendete.
Er blieb Down Under und arbeitet seit 2023 als Sportdirektor bei Sydney FC.
Auch vor 20 Jahren lechzte man in Deutschland nach aufstrebenden Außenverteidigern. Große Hoffnungen setzte man damals in Tobias Rau, der beim VfL Wolfsburg durchstartete und den Sprung in die deutsche Nationalmannschaft schaffte. Der Linksverteidiger schloss sich im Sommer 2003 den Münchnern an.
Rau konnte jedoch die Erwartungen nie erfüllen und absolvierte nur 19 Pflichtspiele für den FC Bayern. Die Wege trennten sich nach nur zwei Jahren und Rau versuchte sich in Bielefeld, wo er aber auch nicht überzeugen konnte. Der Abwehrspieler beendete bereits im Alter von 27 Jahren seine Karriere und widmete sich einem Studium.
Landon Donovan war eine der schrägen Klinsmann-Ideen, die dieser während seiner Zeit als Bayern-Trainer hatte. Und davon gab es einige.
Der Angreifer war in den USA ein Star, jedoch war der Fußball in den Staaten vor 20 Jahren noch längst nicht so weit wie aktuell. Donovan kickte nur in der Rückrunde der Saison 2008/09 in München und erzielte in sieben Pflichtspielen kein einziges Tor.
Der heute 44-Jährige spielte noch kurz beim FC Everton, erzielte dort aber auch keinen Treffer. Im Anschluss lief er wieder für LA Galaxy auf. Dort ist er mit 135 Toren und 101 Vorlagen in 310 Pflichtspielen eine Legende. Zudem kommt Donovan auf 157 Länderspiele und 57 Treffer. In Europa und gerade beim FC Bayern war er aber nicht mal ein kleines Licht.
Edson Braafheid war neben Pranjic der zweite Spieler aus der Eredivisie, den van Gaal zu den Bayern gelotst hat. Der Niederländer spielte aber eine noch kleinere Rolle und kam nur auf 19 Einsätze. Der Außenverteidiger war fußballerisch schlichtweg nicht auf Bayern-Niveau unterwegs und war ein Unsicherheitsfaktor, wenn er denn mal spielte.
Bei seinen weiteren Stationen blieb vor allem sein offensiver Output absolut überschaubar. Auch die TSG Hoffenheim probierte es mit Braafheid, jedoch konnte der Niederländer auch hier nicht überzeugen.
Der auch von vielen Verletzungen geplagte Braafheid kickte nach seiner Zeit in Deutschland noch kurzzeitig für Lazio Rom, ehe er in die MLS nach Chicago wechselte. Fußspuren konnte der heute 43-Jährige nirgendwo mehr hinterlassen.
Jan Kirchhoff galt als deutscher U21-Nationalspieler und Mainz-Youngster als großer Hoffnungsträger. Im Sommer 2013 wechselte er zu den Bayern, wo er jedoch überhaupt nicht Fuß fassen konnte. Der Innenverteidiger bzw. defensive Mittelfeldspieler absolvierte nur neun Pflichtspiele, ehe er nach Schalke ausgeliehen wurde. An seiner Reserverolle beim FCB änderte sich aber im Nachgang nichts.
Nach nur zwei weiteren Einsätzen 2015/16 wechselte er zum AFC Sunderland in die Premier League. Dort kam er aber auch aufgrund von Verletzungen kaum zum Einsatz. Nach einem kurzen Aufenthalt in der 2. Bundesliga beim 1. FC Magdeburg ging es für ihn zum KFC Uerdingen, ehe er seine Laufbahn beendete.
Julio dos Santos wurde im Jahr 2006 als eine Art Ballack-Ersatz geholt. Der Mittelfeldspieler aus Paraguay galt als großes Talent, konnte in München aber nie Fuß fassen. Dos Santos absolvierte für die Bayern nur zehn Pflichtspiele. Nachdem eine Leihe nach Wolfsburg nichts eingebracht hatte, ließen die Bayern den Akteur nach Spanien ziehen. Dort absolvierte der von Verletzungen geplagte dos Santos aber kein einziges Spiel und kehrte Europa den Rücken.
Es folgten einige Stationen in Brasilien und Paraguay, jedoch konnte er nirgendwo nachhaltig Fuß fassen. Der Transfer von dos Santos zählt zu den Gründen, warum die Münchner ihr Scouting in Südamerika etwas zurückgefahren haben. Zu oft erwiesen sich die Akteure als Enttäuschungen.