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Lennart Karl spielt beim FC Bayern trotz seines jungen Alters bereits eine wichtige Rolle. Dass es überhaupt so weit kam, war alles andere als selbstverständlich. Ein Veto aus dem engsten Umfeld hätte den Deal fast gekippt.
Lennart Karl (18, Vertrag bis 2029) wäre um ein Haar nie beim FC Bayern gelandet. Nicht weil er sich den Sprung zu den Profis nicht zutraute – sondern wegen seiner eigenen Eltern. Das verriet der offensive Mittelfeldspieler im Interview mit Dazn.
"Meine Eltern waren nicht so überzeugt davon, vor allem meine Mutter nicht", erinnerte sich Karl an die Zeit vor vier Jahren. Angebote von anderen Klubs lagen damals ebenfalls auf dem Tisch. Doch der Teenager blieb stur: "Ich habe einfach von Anfang an, als Bayern kam, gesagt, ich will da hingehen. [...] Ich habe gesagt, ich mache das."
Dankbar ist der Nationalspieler trotzdem. Vor allem für die Fahrdienste in seiner Kindheit. "Das Erste ist natürlich, dass die Familie mich ins Training gefahren hat, viermal die Woche nach Frankfurt", so der Rechtsaußen. Sein klares Urteil: "Familie ist das Wichtigste, was es gibt."
Auch der Kontakt in die alte Heimat ist geblieben. Seine Kindheitsfreunde hätten ihm geholfen, "meinen Weg zu gehen", berichtet Karl. Mit ihnen stehe er weiterhin in Verbindung – "das ist mir auch sehr, sehr wichtig".
Eine andere Episode aus der Jugend hat mit Real Madrid zu tun. Karl nahm an einem Fußballcamp teil, das in mehreren Stufen aufgebaut war. Der Nationalspieler berichtet: "Dann kamen da die besten Spieler nochmal in ein anderes Camp und dann von dem Camp wurden die Besten dann ins Bernabeu eingeladen."
Dass er den Königlichen später öffentlich seine Bewunderung aussprach, sorgte für Wirbel. "Bayern ist ein sehr, sehr großer Verein, es ist ein Traum, dort zu spielen, aber irgendwann will ich auf jeden Fall mal zu Real Madrid", erklärte er im Januar 2026 bei einem Fanclub-Besuch: "Das ist mein Traumverein."
In München läuft es aktuell ausbaufähig für Karl: In sieben von acht möglichen Pflichtspielen stand Karl zwar auf dem Platz, über die volle Distanz aber noch kein einziges Mal – bei 215 Minuten kommt er auf einen Treffer und eine Vorlage. In der Vorsaison waren es unter Vincent Kompany (40) 39 Einsätze mit neun Toren und sieben Assists.