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Deutschlands Rallye-Elite kämpft in der Lausitz um den Titel. Favorit ist Marijan Griebel vom Motorsportclub „Potzberg“: acht Prüfungen, viel Schotter, keine Fehler erlaubt.
Nur eine Woche nach der Saarland-Pfalz-Rallye geht es für die deutsche Rallye-Elite erneut auf schnelle Wertungsprüfungen. Auf dem Programm steht am Freitag und Samstag, 6. und 7. November, die ADMV-Lausitz-Rallye als Finallauf zur deutschen Rallye-Meisterschaft. Spannender kann es wohl nicht sein als in diesem Jahr. Der fünffache deutsche Rallyemeister Marijan Griebel geht mit einem hauchdünnen Vorsprung von zwei Punkten an den Start.
„Es wird eng bis auf den letzten Meter der acht Wertungsprüfungen über insgesamt 146 Kilometer auf Bestzeit, davon 122 Kilometer auf Schotter“, sagt der erfahrene Pilot aus Hahnweiler. Vertrauen kann der 37-jährige Polizeihauptkommissar in der Lausitz erneut auf Beifahrerin Ella Kremer aus Friedrichsruhe und das Pole-Promotion-Team, das seinen Skoda Fabia RS Rally2 wettbewerbsfähig an den Start bringt. „Viele Faktoren spielen bei einer Rallye eine große Rolle, und vieles lässt sich nicht vorhersagen“, weiß das Mitglied im Motorsportclub „Potzberg“ Altenglan. „Fahren müssen wir alle; mal sehen, was dabei rauskommt“, meint er gelassen.
Es ist ein Zweikampf an der Spitze, wobei sich keines der Teams einen Fehler erlauben darf. Es gibt viele Rechenbeispiele über einen möglichen Ausgang. „Es ist eigentlich ganz einfach. Gewinnt Marijan Griebel die ADMV-Lausitz-Rallye, ist er erneut deutscher Meister“, sagt ein Altenglaner Vereinskollege. Zwei Tage lang werden die Augen auf Griebel und Philip Geipel aus Plauen gerichtet sein. Denn Geipel, der mit Beifahrerin Jennifer Lerch aus Eickeloh im Toyota GR Yaris Rally2 ebenfalls nach der Rallyekrone greift, hat nur einen hauchdünnen Rückstand. Kenner der Szene wissen um die Präzision und Schnelligkeit des Fahrers aus Sachsen.
Zünglein an der Waage könnte Julius Tannert aus Zwickau werden. Er hatte am vergangenen Wochenende pausiert, um beim Saisonfinale an den Start zu gehen. Anstelle des Porsche 992 Rally GT fährt er nun einen Skoda Fabia RS Rally2. Er kann zwar den Titel nicht mehr einfahren, aber mit Pirmin Winklhofer aus Weigersdorf als Beifahrer noch etwas Verwirrung in das motorsportliche Geschehen bringen. Das gilt auch für das Duo Carsten Mohe und Andrea Lieber aus Crottendorf, das mit einem Skoda Fabia RS Rally2 noch um Rang drei fahren wird.
Mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft hätte Marijan Griebel sechs Titel an der Zahl und läge damit auf Rekordkurs. Sieben Titel und damit den Rekord hat Matthias Kahle aus Görlitz auf dem Konto. Start der Lausitz-Rallye ist am Freitag um 15.30 Uhr und am Samstag um 8.15 Uhr. Das Rallyezentrum befindet sich in Boxberg in der Oberlausitz.