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Zwischen Marketing und Größenwahn
Aurélien Ducroz hat sich einen IMOCA gekauft – für die Vendée Globe. Das allein wäre noch keine besonders aufregende Nachricht. Doch er ist ein Freeride-Weltmeister und hat nebenbei noch anderes vor: sämtliche 82 Viertausender der Alpen besteigen. Er will so Sponsoren gewinnen – geht’s noch?
Manche Menschen haben ein Problem damit, sich für eine Sache zu entscheiden. Andere lösen das Problem, indem sie einfach alles machen. Aurélien Ducroz gehört offensichtlich zur zweiten Kategorie. Der 43-jährige Franzose aus Chamonix war zweimal Weltmeister im Freeride-Skifahren, gewann viermal den legendären Verbier Xtreme, die prestigeträchtigste Freeride-Veranstaltung der Welt, und hat anschließend auch noch eine bemerkenswerte Karriere als Hochseesegler hingelegt.
2013 wurde er mit Yannick Bestaven Vierter der Transat Jacques Vabre in der Class40, 2019 mit Louis Duc Fünfter. 2022 gewann er mit seiner Crew um Vincent Riou die Class40-Weltmeisterschaft, 2024 belegte er beim Middle Sea Race Rang drei. Zwei weitere Regattasiege folgten 2025.
Allerdings kennt Ducroz auch die weniger erfreulichen Seiten des Regattasports: Die Route du Rhum 2022 und The Transat CIC 2024 musste er mit seiner Crosscall in der Class40 aufgeben, bei der jüngsten Transat Café L’Or reichte es nur zu Platz 28. Der Mann kann also durchaus segeln, hat aber auch schmerzlich erfahren, dass in diesem Sport nicht jede ambitionierte Unternehmung zwangsläufig mit einem Erfolg endet.
Nun soll es also die Vendée Globe werden – „was sonst?“ möchte man hinzufügen.
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