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Der 1. FC Köln ist nach dem wichtigen Derbysieg gegen Borussia Mönchengladbach gegen Eintracht Frankfurt wieder auf dem harten Boden der Tatsachen gelandet. Mit 0:1 verloren die Domstädter bei den Hessen, im Anschluss schlug unter anderem Said El Mala Alarm.
Der 20-Jährige ist einer der wenigen echten Unterschiedspieler des Effzeh – von denen es deutlich mehr braucht, findet Pierre Littbarski. "Wir haben nicht viele Spieler, die ein Spiel entscheiden können. Wenn du nur 20 Tore reinkriegst und 60 oder 70 schießt, bist du unter den ersten fünf. Das können wir nicht, weil wir zu viel Mittelmaß haben", sagte der Weltmeister von 1990 gegenüber der Bild.
"Da gehe ich natürlich nicht mit. Wir haben Spieler, die es noch nicht geschafft haben, Spiele zu entscheiden, die aber definitiv in der Lage sind, Spiele in der Zukunft zu entscheiden. "
René Wagner (Bild)
Vorwürfe, die Trainer René Wagner so nicht stehen lassen wollte. "Da gehe ich natürlich nicht mit. Wir haben Spieler, die es noch nicht geschafft haben, Spiele zu entscheiden, die aber definitiv in der Lage sind, Spiele in der Zukunft zu entscheiden. Wir haben junge Spieler dabei, die teilweise neu in der Liga sind und sich zurechtfinden müssen. Solche Jungs brauchen Zeit", erklärte er, als die Bild ihn auf die Littbarski-Aussagen ansprach.
Wagner dürfte dabei vor allem Mickey Moore gemeint haben, allerdings passt diese Beschreibung auch auf Reigan Heskey. Die beiden jungen Engländer waren im Sommer aus England gekommen, für Heskey ist Köln die erste Station im Profibereich.
Über Moore sprach Wagner ausführlicher. "Ich habe lange mit Mikey gesprochen. Der wartet sehnsüchtig auf diesen einen Moment, wenn es da mal knallt. Wenn er den einmal gefunden hat, dann ist er auch mit viel Mut dabei und weiß auch mit Selbstbewusstsein, er kann in der Liga auch im Eins-gegen-Eins fast jeden Gegenspieler schlagen", ist sich der 38-Jährige sicher.
Erwzingen könne man diese Momente allerdings nicht, ergänzt Wagner, der stattdessen auf den Faktor Zeit setzt: "Für diese Momente gilt es dann auch, Spiele zu gewinnen, von den Offensivspielern Tore zu machen und Vorlagen zu geben. Dann geht das alles ein bisschen leichter für die Spieler. Das kann man aber leider nicht erzwingen. Wenn diese Momente dann kommen, haben wir genug Spieler im Kader, die Spiele entscheiden können."
Ganz Köln dürfte hoffen, dass dieser Moment schon am Samstag gegen den FC Schalke 04 kommt. Immerhin: Im heimischen RheinEnergie-Stadion ist der Effzeh in dieser Saison noch ungeschlagen – und das soll auch gegen die Königsblauen so bleiben.
"Die Mannschaft weiß, dass wir zu Hause noch nicht geschlagen wurden und immer die Chance haben, 3 Punkte zu holen, egal gegen wen. Das muss eine Macht für uns sein und das wissen wir", sagt Wagner.