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Eintracht Frankfurt gewinnt erstmals seit 13 Bundesligapartien wieder zu Null. Sportvorstand Markus Krösche und Trainer Adi Hütter nennen die Gründe.
Frankfurt – Die Erleichterung über den 1:0-Sieg von Eintracht Frankfurt gegen den 1. FC Köln war gewaltig. Als der eingewechselte Noel Aseko sich durchtankte und einen Freistoß direkt vor der Nordwestkurve herausholte, war der Erfolg in der vierten Minute der Nachspielzeit endgültig eingetütet. Wenige Sekunden später pfiff Schiedsrichter Benjamin Brand ein insgesamt mäßiges Bundesligaspiel ab.
Für die Hessen war dieser Pflichtsieg wichtig. Trainer Adi Hütter hatte von einem „richtungsweisenden Duell“ gesprochen. Nach Schlusspfiff stellte er fest: „Die Mannschaft hat eine Reaktion gezeigt und sich zurückgefightet.“ Das Team hat nicht nur nach dem 0:6-Debakel in Leipzig ein „anderes Gesicht gezeigt“.
Die Eintracht beendete damit sowohl die Serie ohne Zu-null-Spiel als auch die Durststrecke bei den Heimsiegen. Zuletzt war ihr beides am 14. März gegen Heidenheim (1:0) gelungen. Den Grundstein dafür legten Noah Atubolu und Robin Koch. Schlussmann Atubolu rettete zweimal gegen Köln-Stürmer Marius Bülter (1./32.) und war somit ein wertvoller Rückhalt. Auch bei den Flanken strahlte er in seinem 100. Bundesligaspiel Sicherheit aus. Und Kapitän Koch antwortete nach starker Kritik mit einem souveränen Auftritt. Er gewann starke 92 Prozent seiner Zweikämpfe.
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Hütter lobte: „Meine Mannschaft hat die Situation angenommen. Sie sind gemeinsam gelaufen, haben sich gegenseitig gepusht und unterstützt.“ Dies honoriere auch jeder Fan in Frankfurt. Im zweiten Durchgang sah der Coach einen dominanten Auftritt seines Teams, den Erfolg gegen die auswärtsschwachen Kölner bezeichnete er folgerichtig als verdient.
Sportvorstand Markus Krösche war die Erleichterung über den knappen Sieg ebenfalls anzusehen. Er atmete in der Mixed Zone tief durch, die Anspannung wich nur langsam ab. Krösche nannte die Schlüssel dafür, dass die Gegentorflut vorerst gestoppt werden konnte: „Wir haben es geschafft, die Konter der Kölner zu unterbinden. Das ist uns gelungen, weil wir gut nach vorn verteidigt haben und aktiv geblieben sind.“
Der Sportvorstand nannte zudem die besseren Abstände zwischen den einzelnen Ketten als Rezept für den Dreier: „Wir haben etwas tiefer gestanden und haben jeden Verteidiger angelaufen. Dieses Verhalten beginnt in unserer letzten Linie.“ Dadurch konnte, mit Ausnahme einer Aktion kurz vor dem Pausentee, Said El Mala keine Tempogegenstöße starten.
Die bessere Arbeit gegen den Ball spiegelte sich auch in den Zahlen deutlich wider: Die Eintracht lief drei Kilometer mehr als Köln und gewann 57 Prozent der Zweikämpfe. Die in Leipzig vermisste Intensität war dieses Mal zu sehen. Im nächsten Schritt müssen die Frankfurter diese Performance bestätigen.
Am kommenden Spieltag steht die Reise zum schwierigen Auswärtsspiel nach Dortmund auf dem Programm. Dort hängen die Trauben traditionell extrem hoch. In Dortmund müssen die Frankfurter nun zeigen, dass der defensive Fortschritt mehr als ein einmaliger Effekt war.