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Der Griff an den Oberschenkel, ein besorgtes Gesicht: Der BVB bangt um Carney Chukwuemeka. Ein Boss macht aus seiner Sorge kein Geheimnis.
Dortmund – Stufe für Stufe, beide Füße immer auf derselben: So mühsam stieg Carney Chukwuemeka nach dem 2:1-Sieg des BVB gegen die SV Elversberg am Samstag (7. November) die Treppe aus dem Spielertrakt hinauf. Auf dem Weg zum Auto zog er das linke Bein hinterher, wie RUHR24 beobachtete. Niko Kovac und Ole Book bestätigten nach dem Spiel die Sorgen um den 23-Jährigen.
Verletzt hatte sich Chukwuemeka nach gut einer halben Stunde. Ohne Fremdeinwirkung setzte er sich auf den Rasen und fasste sich an den linken Oberschenkel. Kurz darauf verließ er mit gesenktem Kopf das Feld, Maximilian Beier kam für ihn.
BVB-Trainer Niko Kovac äußerte auf der Pressekonferenz nach dem Spiel seine Befürchtung: "Carney hat sich heute verletzt. Er wird meines Erachtens nicht abreisen [zur Nationalmannschaft; Anm. d. Red.], weil er muskuläre Probleme hatte beziehungsweise sich wahrscheinlich auch einen Faserriss zugeführt hat.“
Für Chukwuemeka ist es ein bitterer Rückschlag. Seit seinem Wechsel vom FC Chelsea nach Dortmund bremsten ihn immer wieder muskuläre Beschwerden aus. Zuletzt hatte er sich jedoch spürbar ins Team gespielt. Beim BVB fehlt unter anderem bereits Torjäger Serhou Guirassy, der sich gegen Betis eine Zerrung zugezogen hatte.
Auch Ole Book fand nach dem Abpfiff offene Worte. „Ja, das ist nie schön“, sagte er. Das gelte für jeden Spieler, der sich verletze. Bei Chukwuemeka komme aber etwas hinzu: „Bei Carney haben wir natürlich auch immer Sorge.“
Eine Diagnose der Ärzte habe er noch nicht, erklärte Book. Wie es für den Profi in den kommenden zwei Wochen weitergeht, wollen die Klub-Bosse nun in Ruhe besprechen.
Auch in Wien dürfte man die Nachricht mit Sorge verfolgen. Chukwuemeka ist österreichischer Nationalspieler, das ÖFB-Team trifft in der Länderspielpause in der Nations League auf Irland und Israel. Ein Einsatz scheint nach dem Eindruck vom Samstag fraglich.