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Den Rostock Seawolves ist in der Basketball-Bundesliga eine große Überraschung gelungen. Vor heimischer Kulisse setzte sich die Mannschaft von Cheftrainer Przemyslaw Frasunkiewicz am Sonntag mit 69:67 (38:40) gegen den bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer FC Bayern München.
Vor allem dank eines starken Schlussviertels feierten die Rostocker im siebten Saisonspiel der BBL den vierten Sieg - und das ausgerechnet gegen den Favoriten aus München.
"Wie in der EuroLeague haben wir den Anfang verschlafen, das kostet einfach sehr viel Kraft, immer dem Spiel hinterherzulaufen", sagte Bayerns Europameister Johannes Thiemann bei "Dyn". Die zuletzt hohe Belastung dürfe "keine Ausrede sein. Wir müssen hier trotzdem gewinnen, trotzdem unseren Job machen." Erst am vergangenen Donnerstag hatte München deutlich bei Roter Stern Belgrad verloren (73:103).
Sowohl der Tabellenführer als auch die Seawolves versuchten im ersten Viertel ihr Glück vor allem aus der Distanz. Mit dem fünften erfolgreichen Wurf bei zwischenzeitlich acht Versuchen seiner Mannschaft sorgte TJ Crockett für das 22:8 für die Rostocker.
München, das am Ende des Durchgangs nur drei von zwölf Dreiern verwandelt hatte, wurde im zweiten Viertel seiner Favoritenrolle allerdings gerecht. Zwar setzten sich die Seawolves rund zweieinhalb Minuten vor der Pause nach dem Korb von Austin Wiley zum 30:32 noch einmal auf 38:30 ab, doch nach einer 10:0-Serie lagen die Süddeutschen am Ende knapp in Führung.
Beste Werfer Rostock Seawolves: Stove (15 Punkte), Copeland (14), Konotsuk (14), Withers (12)
Bayern München: Washington Jr. (22), Jensen (7), Lucic (7), Obst (7)
Zuschauer: 4.563
Auch nach dem Seitenwechsel blieb der FC Bayern erst einmal das effektivere Team und zog nach einem 8:0-Lauf auf 48:38 davon. Vorentscheidend abschütteln ließen sich die Seawolves jedoch nicht und kämpften sich zurück in das Spiel. Zweieinhalb Minuten vor dem Ende führten die Mecklenburger mit 63:58.
Zwar kam München noch zum Ausgleich, doch 48 Sekunden vor dem Ende versenkte Artur Konontsuk den Ball zum 69:67 im Korb und erzielte damit die entscheidenden Punkte. Einen Ballverlust seines Teamkollegen Jonathan Stove sieben Sekunden vor Schluss konnten die Bayern nicht mehr nutzen.
Dieses Thema im Programm: NDR.de | Rostocker Basketballer gewinnen gegen Bayern München | 01.11.2026 | 17:54 Uhr