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Situation unter Vincent Kompany hat sich komplett geändert: Ein Transfergerücht ist beim FC Bayern mittlerweile völlig absurd
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Angeblich stand er kurz vor dem Abschied und auch aktuell gibt es wieder Spekulationen. Doch momentan ist der Min-jae Kim beim FCB richtig wichtig.

In der vergangenen Saison war es noch einfach: In der Innenverteidigung des FC Bayern München spielen Dayot Upamecano und Jonathan Tah. Sollte einer aus diesem Duo nicht zur Verfügung stehen, kommen Min-jae Kim und Hiroki Ito als Alternativen für Trainer Vincent Kompany in Frage. Von einer internen "Hackordnung" oder "Rangordnung" wird in solchen Fällen gesprochen. "Die Leute machen gerne diese Ranglisten", sagte Kompany schon im Sommer – und es wurde deutlich, dass ihm das nicht unbedingt gefällt.

Die Zahlen sprachen jedoch dafür, dass es klare Verhältnisse in der FCB-Defensive gab: Tah kam in der Saison 2025/26 auf 49 Pflichtspieleinsätze, Upamecano auf deren 42 – und Kim durfte bis Ende Oktober in der Bundesliga nur insgesamt 91 Minuten ran. Die Rolle von Ito war noch kleiner. Mittlerweile hat sich die Situation bei den Münchnern allerdings verändert und der Konkurrenzkampf ist viel offener, was ausschließlich an einem Spieler liegt: Min-jae Kim hat sich nach einer starken Saisonvorbereitung zu einer echten Alternative entwickelt – und Jonathan Tah die Einsatzzeiten in wichtigen Spielen weggenommen.

Denn sowohl zum Bundesliga-Auftakt gegen den VfB Stuttgart (5:1), dem Top-Duell mit RB Leipzig (6:1) am vergangenen Wochenende als auch in der mit Spannung erwarteten Champions-League-Partie gegen Arsenal am Mittwoch (2:2) durfte der Südkoreaner neben Dayot Upamecano in der Abwehrzentrale beginnen. Eine Entwicklung, die Kompany eher noch als Kim selbst vorausgeahnt hat.

"Ich habe noch nie eine lange Phase erlebt, in der ich nicht gespielt habe, daher war es am Anfang etwas schwierig", blickte der Abwehrspieler im April auf seine Saison 25/26 mit wenig Einsatzzeiten beim koreanischen Portal Footballist zurück. "Ich dachte immer, dass ständiges Spielen die Lösung sei, aber jetzt bin ich mit meiner Situation als Herausforderer zufrieden", ergänzte er. Keine Kampfansage, keine großen Sprüche – eher das komplette Gegenteil davon.

Warum hätte der FC Bayern München Min-jae Kim abgeben können?

Die Aussagen führten auch dazu, dass Kim im Sommer als Transferkandidat beim FC Bayern heiß gehandelt wurde. Die vermeintliche Logik war: Den Marktwert eines Spielers, für den man 2023 in München noch 50 Millionen Euro ausgegeben hatte, dürfe man nicht mit zu viel Zeit auf der Ersatzbank kaputtmachen. Sollte es einen Interessenten für Kim geben, könne man die Rolle des Back-Ups in der Innenverteidigung auch mit einem jüngeren Spieler als dem 29 Jahre alten Südkoreaner besetzen, der dann von Upamecano und Tah lernen könne.

Hier wurde etwa über eine Verpflichtung von Yann Aurel Bisseck spekuliert, weil dieser auch im Notfall rechts aushelfen könnte. Auch der Name Luka Vuskovic waberte so ein ums andere Mal durch die Säbener Straße und musste sogar von Sportvorstand Max Eberl kommentiert werden ("Wir sind doch kein Geldscheißer!").

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Doch aus dem möglichen Kim-Wechsel wurde nichts und mittlerweile klingen sämtliche Gerüchte in dieser Sache ziemlich absurd. Denn Kim gab während der Saisonvorbereitung Gas und beeindruckte damit die Bayern-Verantwortlichen. "Min-jae hat sich letzte Saison schon total stabilisiert und setzt das jetzt gerade fort", meinte Eberl bereits im August. "Jetzt gibt es drei Innenverteidiger, alle drei Weltklasse", befand er. Und auch Kompany lobte seinen ehemaligen Ersatzmann: "Ich möchte Min-jae ein Kompliment machen: Egal wie die Situation ist, er liefert auf dem Platz und redet nicht abseits des Platzes. Er gibt im Training alles, er gibt auf dem Platz alles", stellte der Belgier zufrieden fest.

Wie ist der aktuelle Stand in der Bayern-Innenverteidigung?

Diese Herangehensweise hat Kompany nicht nur beeindruckt, sondern auch davon überzeugt, Kim deutlich öfter zu bringen als noch in der Vorsaison. Mittlerweile ist nur noch Upamecano bei ihm wirklich unersetzlich, Tah und Kim betreiben eine Art Jobsharing-Modell als zweiter Innenverteidiger. Angesichts dieser Tatsache erstaunt es, dass es aktuell wieder Transfergerüchte um den Koreaner gibt: Zunächst wurde vermeldet, dass sich der englische Meister Arsenal für ihn interessieren soll, dann kam auch noch Milan mit ins Spiel.

Schwer vorstellbar, dass der FC Bayern bei einem angedachten Deal für Kim, der in München noch bis 2028 unter Vertrag steht, mitarbeitet, wenn Coach Kompany gerade regelmäßig auf ihn setzt. Der Spieler selbst dürfte ebenfalls kein Interesse daran haben, den FCB zu verlassen. Denn schließlich war Kim schon mit dem Herausforderer-Status hinter Upamecano und Tah nach eigener Aussage zufrieden – und ein Herausforderer ist er mittlerweile nicht mehr.

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