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TRIER. Drei Städte, drei persönliche Verbindungen und ein toller gemeinsamer Abend beim europäischen Spitzenbasketball: Oberbürgermeister Wolfram Leibe hat im Trierer Rathaus eine 13-köpfige Delegation aus Morbach und dem Kosovo empfangen. Organisiert wurde das Treffen auf Initiative des Morbacher Bürgermeisters Arianit Besiri, dessen eigene Lebensgeschichte eine ganz besondere Brücke zwischen der Region Trier und dem Kosovo schlägt. Bei dem Besuch ging es nicht nur um freundschaftlichen Austausch, sondern auch um eine mögliche künftige Zusammenarbeit zwischen den Städten.
Kurz erklärt: Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe empfing eine 13-köpfige Delegation mit den Bürgermeistern Faton Peci aus Süd-Mitrovica und Dr. Qemajl Aliu aus Shtime sowie Vertretern des Kosovo. Initiator war Morbachs Bürgermeister Arianit Besiri. Im Mittelpunkt standen der kommunale Austausch und mögliche Jugendbegegnungen. Anschließend besuchten die Gäste das Europapokalspiel der Gladiators Trier gegen KB Trepça.
Für Arianit Besiri hatte das Treffen eine besondere Bedeutung. Der heutige Bürgermeister der Einheitsgemeinde Morbach wurde in Mitrovica im Kosovo geboren und verließ das Land kurz nach seiner Geburt. Aufgewachsen ist er in Trier.
In einem persönlichen Instagram-Beitrag beschrieb Besiri seine Verbindung zu den drei Städten: Trier sei seine Heimatstadt, Mitrovica sein Geburtsort. Mit der Gemeinde Shtime verbinde ihn wiederum eine Freundschaft.
Umso schöner sei es gewesen, diese Verbindungen nun in Trier zusammenzubringen.
An dem Empfang nahmen neben Besiri auch Faton Peci, Bürgermeister von Süd-Mitrovica, Dr. Qemajl Aliu, Bürgermeister von Shtime, sowie Gezim Gashi, Konsul des kosovarischen Generalkonsulats in Frankfurt, teil.
Die drei Gäste aus dem Kosovo verewigten sich im Gästebuch der Stadt Trier. Als Erster setzte Faton Peci seine Unterschrift darunter.
Beim Austausch im Rathaus standen die Beziehungen zwischen den Kommunen und mögliche gemeinsame Projekte im Mittelpunkt.
Peci verwies dabei auf eine interessante Gemeinsamkeit: Trier gilt als älteste Stadt Deutschlands und verfügt gleichzeitig über eine vergleichsweise junge Bevölkerung. Der Kosovo wiederum gehört zu den Ländern mit einer besonders jungen Bevölkerung in Europa.
Daraus könnten sich neue Möglichkeiten für Jugendaustauschprogramme ergeben.
Nach Angaben der Stadtverwaltung von Süd-Mitrovica wurde bei dem Besuch sogar der gegenseitige Wunsch nach einer künftigen Städtepartnerschaft zwischen Trier und Mitrovica geäußert. Konkrete Beschlüsse oder Vereinbarungen über eine solche Partnerschaft sind bislang allerdings nicht bekannt.
Als Erinnerung an den Empfang überreichte die Stadt Trier den Gästen zwei Grafiken des Trierer Hauptmarkts des Künstlers Dieter Jacobs.
Nach dem offiziellen Empfang ging es für die Gäste in die SWT Arena. Dort trafen die Gladiators Trier im FIBA Europe Cup auf den kosovarischen Meister KB Trepça aus Mitrovica.
Für Besiri war auch das ein besonderer Moment: Seine Heimatstadt Trier und sein Geburtsort Mitrovica begegneten sich auf internationaler Sportbühne.
Sportlich hatten allerdings die Trierer klar die Nase vorn. Die Gladiators gewannen die Begegnung am Mittwochabend mit 96:59 und blieben damit in der Gruppenphase des Europe Cups ungeschlagen.
So wurde aus einem offiziellen Rathausbesuch ein Begegnungstag, an dem persönliche Lebensgeschichte, kommunale Beziehungen und Sport zusammenkamen.
Und vielleicht entsteht aus diesem Treffen künftig noch mehr: eine dauerhafte Verbindung zwischen Trier und Mitrovica, die über den Basketballabend hinausreicht.
Quellen: Stadt Trier