Zurück
Der BVB hat sich mit Müh und Not dank eines späten Treffers von Maximilian Beier gegen Eintracht Frankfurt durchgesetzt. Allerdings wurde Borussia Dortmund bereits in der ersten Hälfte ein klarer Elfmeter untersagt, meint vor allem Lothar Matthäus.
In seiner Funktion als Sky-Experte betonte der Rekordnationalspieler, dass Ramy Bensebaini in Minute 19 einen Strafstoß hätte bekommen müssen. SGE-Stürmer Jonathan Burkardt hatte den Verteidiger zuvor klar berührt. Offenbar zu wenig für den Videoschiedsrichter, der sogar einschritt, jedoch gegen Foulspiel entschied.
"Der VAR hätte einschreiten müssen und bei acht von zehn Fällen wird hier auf Elfmeter entschieden, wenn der VAR einschreitet und dem Schiedsrichter die Bilder gezeigt werden", sagte Matthäus und führte aus, dass es sich bei der Szene zwar um keine "glasklare oder hundertprozentige Fehlentscheidung" handelte, aber in diesem Fall zumindest von 90 Prozent sprechen würde. "Es war ein klares Treten in die Achillessehne ohne Ball - ob Absicht oder nicht, interessiert hier nicht. Der Kontakt war da und ich hätte es nach diesen Bildern als Schiedsrichter als Elfmeter bewertet."
Co-Trainer Robert Kovac, Bruder von BVB-Coach Niko, vermisste ebenfalls einen Elfmeterpfiff. "Wir haben es anders gesehen, aber der Schiedsrichter entscheidet halt. Der VAR hat anscheinend gesagt, dass es kein Elfmeter war und das müssen wir jetzt akzeptieren", sagte der 52-Jährige und gab sich damit deutlich zurückhaltender als Matthäus.
Hätte der eingewechselte Beier in Minute 80 nicht den letztlich verdienten Siegtreffer erzielt, wären die Reaktionen vonseiten des BVB vermutlich deutlich schärfer ausgefallen.
Durch den Dreier gegen die kriselnden Hessen hat sich die Borussia vorerst am FC Bayern in der Tabelle vorbeigeschoben. Die Münchner können die Spitze mit einem Sieg über den SC Freiburg am Sonntag (17.30 Uhr) zurückerobern. Am kommenden Samstag steht das direkte Duell der beiden Rivalen an.