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Alex Marquez bestätigt: Operation unausweichlich, er fehlt in Katar

Auf dem Podium von Sepang sichtlich gezeichnet - Alex Marquez hat keine Kraft mehr im Arm und zieht die Notbremse - Schulter-OP am Montag bedeutet das Katar-Aus

Alex Marquez bestätigt: Operation unausweichlich, er fehlt in Katar

Von der Poleposition erkämpfte sich Alex Marquez (Gresini-Ducati) beim Grand Prix von Malaysia in Sepang den dritten Platz auf dem Podium. "Es war schwierig. Es war unglaublich heiß", sagte er sichtlich gezeichnet und erschöpft unmittelbar nach dem Rennen im Parc Ferme.

Bei 36 Grad Celsius Lufttemperatur und 47 Prozent Luftfeuchtigkeit war Malaysia wie jedes Jahr ein Härtetest für die MotoGP-Fahrer. Nach dem Rennen bestätigte Alex Marquez außerdem, dass er nun eine Pause einlegen wird.

Bereits am Samstag kam das Gerücht auf, dass er sich in der kommenden Woche einer Operation am rechten Schlüsselbein unterziehen lassen könnte. Dieses hatte er sich Mitte Mai beim schweren Unfall in Barcelona gebrochen.

Nun steht fest, dass die Operation bereits am morgigen Montag in Spanien stattfindet. Alex Marquez wird somit den umstrittenen Grand Prix von Katar am kommenden Wochenende auslassen.

"Seit meiner Rückkehr nach dem Unfall in Katalonien habe ich enorme Probleme mit meiner rechten Schulter", nennt er die Gründe für den Eingriff. "Deshalb habe ich mich dazu entschieden, mich morgen in Madrid operieren zu lassen."

"Ich bin mit Schmerzmitteln und allem Möglichen gefahren, aber selbst das reicht mittlerweile nicht mehr aus. Es ist also an der Zeit für diesen Eingriff, um dann in Portimao und Valencia stärker zurückzukehren."

"Wenn man meine aktuelle körperliche Verfassung betrachtet, ist es im Moment schlichtweg unmöglich, drei Rennwochenenden hintereinander zu bestreiten. Ich hatte bereits erwogen, mich direkt nach Indonesien operieren zu lassen."

Dann hätte Alex Marquez das Rennen in Australien ausgelassen und wäre in Malaysia zurückgekehrt. "Die Ärzte rieten mir wegen der Langstreckenflüge, der enormen Hitze und Luftfeuchtigkeit hier jedoch davon ab."

"Sie empfahlen mir verschiedene Szenarien. Ich hatte einen Plan A, einen Plan B und einen Plan C. Plan B sah vor, den Eingriff direkt nach diesem Rennen durchzuführen, aber ich musste erst abwarten, wie ich mich auf dem Motorrad fühle."

"Ich wollte erst Klarheit über meinen Zustand haben, bevor ich mich zurückziehe. Das war die eine Option, die andere wäre ein Eingriff nach Valencia gewesen. Doch das ist für mich unmöglich."

"Wäre ich nach Katar gereist, hätte ich im FT1 zehn Runden gedreht und hätte anschließend anhalten müssen, weil ich den Arm nicht mehr bewegen kann. Daher ist es die beste Entscheidung, jetzt einen Schritt zurückzutreten."

Operation soll zwei Probleme lösen

Bei der Operation an der rechten Schulter werden sich die Chirurgen gleich um zwei Probleme auf einmal kümmern, damit Alex Marquez hoffentlich bald wieder schmerzfrei fahren kann.

"Nun, die Platte im Schlüsselbein muss herausgenommen werden", erläutert er die Details. "Sie ist ziemlich groß, aber das Hauptproblem der Ärzte ist derzeit die Reizung beziehungsweise die Entzündung. Es sind quasi zwei Eingriffe in einem."

Alex Marquez, Pedro Acosta

Pedro Acosta konnte er im weiteren Rennverlauf nicht hinter sich halten

Foto: Gold & Goose Photography/Getty Images

"Das Wichtigste wird sein, die gesamte Entzündung und die Flüssigkeit aus der rechten Schulter herauszubekommen. Im Moment kann ich zu Hause überhaupt nicht trainieren, ich habe keine Muskeln mehr, rein gar nichts."

"Wie gesagt: ein Schritt zurück, etwas Zeit zur Erholung, und dann der Versuch, die letzten beiden Saisonrennen noch vernünftig zu bestreiten." Denn der Plan sieht vor, dass er Ende November in Portimao und Valencia wieder fahren kann.

Im Rennen keine Chance gegen Bruder Marc und Acosta

Aufgrund der körperlichen Umstände war Alex Marquez von Beginn an klar, dass er beim Sepang-Rennen nicht mit seinem Bruder Marc Marquez um den Sieg würde kämpfen können.

Nach dem Sturz im Sprint konzentrierte er sich deshalb darauf, das Rennen zu beenden und einen Podestplatz zu erobern. Das gelang ihm auch, denn im weiteren Rennverlauf musste er sich nur Pedro Acosta (KTM) beugen.

"Ich wusste es von Anfang an. Ich hatte schon vor dem Start gewisse Zweifel, denn mir war klar, dass Marc und Pedro etwas schneller sein würden als ich - vor allem gegen Rennende. Also ja, am Schluss habe ich ziemlich gelitten."

"Zu Beginn konnte ich noch mit Marc mithalten, aber etwa zehn oder zwölf Runden vor Schluss begann er, eine Lücke aufzureißen. Ich habe danach nur noch versucht, mich zu verteidigen und meinen zweiten Platz zu halten."

"Pedro hat in Kurve 9 ein wirklich starkes Überholmanöver gezeigt, aber später konnte ich immerhin die beiden Aprilias hinter mir halten. Ich bin also glücklich mit dem Podium, ziemlich zufrieden."

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