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Niclas Füllkrug ist wieder für die deutsche Nationalmannschaft nominiert worden. Warum das auch für Werder Bremen gut ist – ein Kommentar von DeichStube-Chefreporter Daniel Cottäus.
Bremen – Es gibt diese Sätze, die einfach nicht altern, weil ihr Wahrheitsgehalt wieder und wieder bestätigt wird. Für einen Fußball-Klassiker dieses Genres hat einst Otto Rehhagel gesorgt, die Trainerlegende des SV Werder Bremen. Sein Bonmot: „Es gibt keine jungen und alten Spieler, nur gute und schlechte.“ Im Herbst 2026 lässt sich festhalten: Es ist gut so, dass auch Bundestrainer Jürgen Klopp nach diesem Leitspruch verfährt – und Werder-Stürmer Niclas Füllkrug, 33 Jahre alt, zurück in die Nationalmannschaft holt. Dort gehört der derzeit beste deutsche Angreifer ganz einfach hin. Es gilt das Leistungsprinzip, nichts anderes. Für den SV Werder Bremen ist Füllkrugs Nominierung darüber hinaus eine gute Nachricht.
Durch seine Art, seine Identifikation mit Grün-Weiß und nicht zuletzt seine Tore hat sich Niclas Füllkrug binnen kürzester Zeit zurück in die Werder-Herzen geschossen. Der wiedererlangte Status des Nationalspielers wird ihm nun noch einmal zusätzlichen Schwung verleihen, den er vom DFB zurück mit an den Osterdeich bringt. Werder Bremen hat wieder einen deutschen A-Nationalspieler – was in den goldenen Zeiten an der Tagesordnung war, hat mittlerweile längst Seltenheitswert. Umso größer ist die nationale und internationale Strahlkraft, die von der Nominierung ausgeht, steht sie doch stellvertretend für die gute Arbeit, die seit Wochen am Osterdeich geleistet wird. Tenor: Werder ist wieder wer, sogar gut genug für Deutschland. Wer hätte das nach dem 1:4 in Freiburg am ersten Spieltag gedacht? Richtig: niemand.
Dass nicht wenige Werder-Fans liebend gerne auf Niclas Füllkrugs Nominierung verzichtet hätten, sagt viel aus über den nach wie vor ramponierten Stellenwert der Nationalmannschaft. Die Sorge vor möglichen Verletzungen des Stürmers sollte aber nicht im Vordergrund stehen – passieren kann so etwas schließlich auch bei Werder Bremen. Zudem ist Füllkrug fit wie nie. Schon bald hat er verdientermaßen die Gelegenheit, das auch international unter Beweis zu stellen. (dco)