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Die Viessmann Generations Group wird Gesellschafter der FC Bayern München AG. Während 70 Prozent der Anteile beim FC Bayern München e.V., also beim Stammverein, verbleiben, erwirbt das Familienunternehmen mit Sitz in München das letzte, ohne Zustimmung der Vereinsmitglieder verfügbare Anteilspaket in Höhe von ursprünglich fünf Prozent. Da die Transaktion im Zuge einer Kapitalerhöhung erfolgt, ergibt der rechnerische Wert dieser Beteiligung knapp 6,7 Prozent. Max Viessmann soll Mitglied des Aufsichtsrats der FC Bayern München AG werden, der damit von derzeit neun auf zehn Personen erweitert werden soll. Der Kaufpreis soll 250 Millionen Euro betragen, weder der FC Bayern noch Viessmann nennen einen konkreten Betrag. Viessmann ist seit 2018 Sponsor des FC Bayern.
Alle vier Minderheitsaktionäre – Adidas, Audi, Allianz und Viessmann – liegen künftig in Summe bei 30 Prozent. Viessmann hält 6,7 Prozent, die anderen drei Gesellschafter jenseits des FC Bayern München e.V. besitzen etwas weniger als 7,8 Prozent.
„Dieser Schritt stärkt die Eigentümerstruktur der FC Bayern München AG. Zudem vergrößert eine noch einmal deutlich verbesserte Eigenkapitalbasis die Handlungsspielräume in einer Zeit des permanenten Wandels“, wird Vereinspräsident Herbert Hainer in der Mitteilung zitiert. „Als Familienunternehmen in vierter Generation möchten wir nicht nur Kapital, sondern auch unsere unternehmerische Erfahrung in die Zusammenarbeit einbringen“, sagt Max Viessmann als CEO der Viessmann Generations Group.
Laut Satzung hat der e.V. für die nun getätigte Veräußerung der Anteile an Viessmann nicht die Zustimmung der Mitglieder benötigt. Diese wird erst nötig, sollte der Verein in Zukunft weitere Anteile verkaufen und so auf unter 70 Prozent Eigentumsquote sinken wollen.
Auf der Jahreshauptversammlung des e.V. im Jahr 2021 hatte der Antrag des Mitglieds Michael Ott nur knapp die erforderliche Mehrheit verfehlt, dass die Zustimmung der Mitglieder auch für die Veräußerung von mehr als 25 Prozent der Vereins-Anteile notwendig gewesen wäre. Vereinspräsident Herbert Hainer und Oliver Kahn, der damalige Vorstandsvorsitzende der AG, hatten die Mitglieder darum gebeten, dem Antrag nicht zuzustimmen. Unter anderem verwiesen sie auf die im Zuge der Corona-Pandemie aufgetretenen finanziellen Zwänge, trotz derer die AG manövrierfähig bleiben müsse.