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Djokovic trennt vor Paris körperliche Probleme von seiner Vorbereitung
Djokovic trennt vor Paris körperliche Probleme von seiner Vorbereitung
© josemorgado/X/Fair Use

Novak Djokovic möchte seine wechselhaften Ergebnisse nicht als Beleg für unzureichende Vorbereitung verstanden wissen. Vor dem Masters in Paris widersprach der Serbe dieser Erklärung ausdrücklich. Für ihn lag das Problem in dieser Saison häufig darin, sich auf dem Platz überhaupt körperlich wohlzufühlen, bevor er sein gewohntes Niveau abrufen konnte.

„Das hatte nichts mit meiner Vorbereitung oder damit zu tun, ob ich genug trainiere“, sagte Djokovic. Damit richtet sich seine Kritik gegen eine Deutung, die Niederlagen unmittelbar mit mangelndem Einsatz verbindet. Seine eigene Beschreibung setzt an einer anderen Stelle an: bei der Voraussetzung, Leistung im Wettkampf tatsächlich zeigen zu können.

Die guten Wochen passen nicht zur einfachen Erklärung

Djokovic verwies auf die Unterschiede innerhalb seines Jahres. „Peking war, abgesehen von Australien, die beste Woche des Jahres“, erklärte er. In Peking gewann er das Turnier zum siebten Mal. Auch seine Leistung in Basel bewertete er trotz der knappen Niederlage positiv.

Diese Einschätzung macht die frühen Niederlagen in Rom, Cincinnati und Shanghai nicht ungeschehen. Sie zeigt jedoch, weshalb eine pauschale Bewertung seiner Form zu kurz greift. Einzelne starke Turniere und wiederkehrende körperliche Schwierigkeiten können nebeneinander bestehen. Die Frage ist, wie häufig er die guten Voraussetzungen für sein Spiel wiederherstellen kann.

Gesundheit soll wieder Leistung ermöglichen

Nach Djokovics Darstellung kommt sein Umfeld einer Lösung für die Probleme der vergangenen zwölf Monate näher. Sobald er sich besser fühle, stiegen auch Spielniveau und Freude am Tennis. Er beschreibt damit einen Fortschritt, ohne seine Schwierigkeiten bereits für vollständig überwunden zu erklären.

Für Paris ergibt sich daraus ein konkreter Maßstab. Nicht nur einzelne gelungene Schläge oder ein guter Satz werden wichtig sein, sondern die Möglichkeit, über mehrere Matches hinweg konkurrenzfähig zu bleiben. Ein Masters verlangt schließlich eine Folge von Leistungen, während Djokovics Saison bisher gerade durch starke Schwankungen geprägt war.

Vacherot prüft den Fortschritt sofort

Zum Auftakt wartet Valentin Vacherot, der zuletzt in Basel seinen zweiten ATP-Titel gewann. In Djokovics Auslosungsabschnitt stehen zudem Alexander Zverev und Alex de Minaur. Für die angestrebte Qualifikation zu den ATP Finals braucht der Serbe in Paris einen langen Turnierlauf mit mehreren Siegen.

Der erste Gegner bringt deshalb mehr als einen bekannten Namen mit: Vacherot reist mit einem frischen Titel an. Djokovic muss seine bessere Selbsteinschätzung unmittelbar gegen einen erfolgreichen Konkurrenten bestätigen. Seine Antwort auf die Kritiker ist ausgesprochen; die nächste Antwort auf dem Platz beginnt mit diesem Auftaktmatch.

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