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Nächster Auswärtssieg: Mainz 05 gewinnt auch bei Schalke 04

Drittes Auswärtsspiel, dritter Auswärtssieg: Der FSV Mainz 05 gewinnt 1:0 bei Aufsteiger Schalke 04. Dabei verpassten es die Mainzer, die Endphase ruhiger erleben zu können.

Gelsenkirchen. Der FSV Mainz 05 hat seinen Status als Top-Auswärtsmannschaft der bisherigen Bundesliga-Spielzeit gefestigt. Die rheinhessischen Fußballer gewannen auch ihr drittes Saisonspiel in der Fremde. Phillip Tietz erzielte vor 62.250 Zuschauern den entscheidenden Treffer zum 1:0-Sieg der 05er bei Schalke 04. Die Mainzer waren die bessere Mannschaft, mussten aber bis zum Schluss um den Sieg bangen, weil sie ihre Überlegenheit nur in ein Tor ummünzten. Mit diesem Erfolg beendeten die Mainzer auch ihren Fluch in der Arena auf Schalke: Seit Mai 2011 hatten sie dort kein Liga-Spiel mehr gewonnen. Und sie freuten sich, dass sie ohne Gegentor blieben.

Nach insgesamt zehn Gegentreffern in den drei Spielen zuvor, nahm 05-Trainer Urs Fischer eine Umstellung in der Abwehrkette vor und brachte Danny da Costa statt Fabio Gruber. Zudem rückte Jae-sung Lee statt Eric Martel in die Startelf. „Das ist die erfahrenere Variante“, sagte Fischer vor dem Anpfiff zu den beiden Wechseln bei „Sky“. Paul Nebel sowie Silvan Widmer standen nach Verletzungspausen erstmals wieder im Kader, zunächst aber auf der Bank.

Drei Mainz-05-Abschlüssen in den ersten 60 Sekunden

„Ich denke, heute werden die Fetzen fliegen“, kündigte 05-Verteidiger Stefan Posch eine intensive Partie an. Doch zunächst hielt sich die Anzahl harter Zweikämpfe in Grenzen. Was vielleicht auch daran lag, dass der 05er Sheraldo Becker zu Beginn einfach zu schnell für die Schalker war. Gleich zweimal lief er in der ersten Minute alleine auf das Tor der Gastgeber zu. In beiden Fällen blieb aber 04-Keeper Loris Karius Sieger. Der frühere Mainzer hatte nach 60 Sekunden sogar schon drei Paraden auf der Haben-Seite, weil er auch noch einen Nachschuss von Lee stark entschärfte.

Nach diesem besonderen Start hatten die 05er die Partie im Griff. Ihr Ziel, stabiler zu stehen, setzten sie eindrucksvoll um und gestatteten den Schalkern in der ersten Halbzeit nicht eine ernsthafte Torchance. Nach vorne zeigten sie sich geduldig und suchten immer wieder Lücken in der Abwehr des Aufsteigers. Die fanden sie, als sich Kaishu Sano stark vor dem Strafraum durchsetzte und den Ball auf Anthony Caci nach außen passte. Der spielte flach nach innen zu Tietz, der mit einer Direkt-Weiterleitung Karius keine Chance ließ (24.). Für Tietz war es schon der fünfte Saisontreffer. Zugleich traf er, saisonübergreifend und den DFB-Pokal mit eingeschlossen, zum sechsten Mal in Folge in einem Auswärtsspiel.

Loris Karius verhindert weitere Mainz-05-Treffer

Bis zur Pause blieb dann Karius noch zweimal Sieger gegen die Mainzer. Er entschärfte einen 18-Meter-Schuss von Becker (32.) und klärte mit einem Klasse-Reflex bei einem Abschluss von Tietz (35.). So sorgte der 33-Jährige dafür, dass sein Team nur mit einem 0:1-Rückstand in die Pause ging. Bis auf die Chancenverwertung konnte 05-Coach Fischer mit seiner Elf in der ersten Halbzeit zufrieden sein. Applaus gab es auch von den 05-Fans, von denen einige aus der organisierten Szene wegen Staus allerdings erst mit Verspätung ins Stadion gekommen waren.

Ein Schalker Aufbäumen blieb auch nach der Pause zunächst aus. Einzige bemerkenswerte Szene bis zur 60. Minute war ein Zusammenprall von Potulski und Schalke-Star Edin Dzeko, nach dem Dzeko mit einer Kopf-Wunde ausgewechselt werden musste. Erst danach näherten sich die Gastgeber häufiger dem Mainzer Strafraum, weil die 05er auch etwas passiver wurden. Dennoch gehörte auch die erste Großchance der zweiten Halbzeit den Mainzern, als Becker zum dritten Mal in diesem Spiel alleine auf Karius zulief. Diesmal schoss Becker am Pfosten vorbei (69.). Und drei Minuten später spitzelte Karius im letzten Moment den Ball vor Becker weg.

„Papa“ Paul Nebel feiert sein Comeback

In der 74. Minute wurden dann auch die Schalker erstmals gefährlich. Schwolow hielt den Zwölf-Meter-Flachschuss von Satoshi Tanaka. Kurz darauf feierte Paul Nebel sein Comeback nach Verletzungspause in der Woche, in der er zum ersten Mal Papa geworden war. Fischer brachte ihn und Ransford Königsdörffer für Lee und Becker. Das Bangen ging für die 05er bis zum Abpfiff weiter, weil den Schalkern nur eine gelungene Aktion zum Ausgleich fehlte. Letztlich ließen die Mainzer aber nichts mehr Ernsthaftes zu und feierten einen insgesamt verdienten Sieg.

Mainz 05: Schwolow – da Costa, Posch, Potulski – Caci (90.+1 Widmer), Mwene – Amiri (86. Martel), Sano, Lee (75. Nebel) – Becker (75. Königsdörffer), Tietz (90.+1 Maloney).

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