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Im Qualifying auf dem Sepang International Circuit musste Ducati-Star Marc Márquez seinen Bruder Alex den Vortritt lassen und im Sprintrennen KTM-Ass Pedro Acosta. Dafür räumte der siebenfache MotoGP-Weltmeister am Sonntag mit seinem 80. Sieg in der Königsklasse die volle Punktzahl ab und machte einen großen Schritt in Richtung Titelgewinn.
Der Ducati-Werkspilot lieferte ein perfektes Rennen ab. Von Startplatz 2 bremste der 33-Jährige die erste Kurve neben seinem Bruder auf der Innenlinie an und bog vor ihm als Führender ein. In Kurve 4 konnte der Gresini-Pilot noch einmal kurz in Führung gehen, doch der Bremspunkt war zu spät gewählt und Marc schlüpfte innen wieder durch. Ab diesem Zeitpunkt gab es kein Halten mehr.
Nach sieben Runden führte der WM-Leader um 0,7 sec, nach 13 Umläufen – mittlerweile war Acosta der erste Verfolger – waren es 2,1 sec und nach 20 Runden standen gewaltige 4,1 sec zu Buche.
«Ich versuchte, konzentriert zu bleiben, und gab ab dem ersten Training das Maximum. In den Trainings habe ich versucht, das Limit zu finden. Es war der richtige Zeitpunkt, um etwas zu riskieren. Das Rennen lief perfekt, ich bin sehr glücklich», kommentierte Márquez das Rennen. «Ich war hier so schnell wie sonst mein Bruder, der in Sepang immer stark ist. Die ersten Runden versuchte ich, das Rennen zu kontrollieren – hinsichtlich des Hinterreifens sind sie besonders wichtig. Alex hat sie wahrscheinlich etwas zu sehr beansprucht, weil er seine Position verteidigen musste. Ich konnte dagegen einen Vorsprung herausfahren und, offen gesagt, fühlte ich mich absolut super. Meine Reifen haben optimal gehalten. Das Rennen fühlte sich sehr lang an, ich bin echt kaputt.»
Begünstigt durch den Ausfall von Jorge Martín (Aprilia) konnte Márquez seinen Vorsprung in der Gesamtwertung um 34 auf 44 Punkte massiv ausbauen. Bei noch drei ausstehenden Meetings hat der Ducati-Star bereits in Katar den ersten Elfmeter zum Gewinn seines achten Titels.
«Meine Mentalität werde ich nicht ändern: Fokussiert bleiben und Druck machen», versprach der Spanier. «Der Titel ist nicht weit entfernt, aber unser Job ist noch nicht erledigt. Uns stehen nicht mehr viele Rennen bevor, aber viele aus, aber viele Momente, und deshalb müssen wir konzentriert weiterarbeiten, denn es gibt noch so viele Punkte zu gewinnen. In Katar und Portimão werde ich auf Bezzecchi achten müssen. Normalerweise ist er auf diesen Pisten sehr stark.»
Der achte MotoGP-Titel wäre geschichtsträchtig, denn Márquez würde an Valentino Rossi vorbei- und mit GP-Legende Giacomo Agostini gleichziehen!