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Erst Baku, dann Frankfurt: Joane Gadou musste beim BVB zweimal auf die Bank. Niko Kovac nennt den Grund und macht dem 19-Jährigen eine klare Zusage.
Dortmund – Beim 1:0-Sieg von Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt am Samstagabend (24. Oktober) saß Joane Gadou erneut auf der Bank. Erst in der Nachspielzeit kam der 19-Jährige für Julian Ryerson ins Spiel. Trainer Niko Kovac erklärte nach dem Abpfiff, warum er den Innenverteidiger zuletzt bewusst draußen gelassen hat.
Auf die Frage von RUHR24, ob der Dauerbrenner eine Pause brauchte, lobte Kovac auf der PK nach dem Sieg zunächst die Entwicklung seines Abwehrspielers: „Er hat sich richtig gut entwickelt. Er macht richtig Fortschritt, aber auch dort ist es dasselbe wie mit allen anderen Spielern, die in jungen Jahren hierherkommen: Sie brauchen auch Zeit, um sich zu entwickeln. Auch körperlich.“
Schon beim 2:1 in der Champions League bei Sabah FK am Dienstag hatte Ramy Bensebaini den Vorzug in der Dreierkette bekommen. Gegen Frankfurt blieb Kovac bei dieser Variante. Für Gadou ist die Rolle ungewohnt: Seit seinem Wechsel aus Salzburg war er beim BVB gesetzt. Bis auf drei Ausnahmen stand er immer über die volle Spielzeit auf dem Platz.
Englische Wochen sind beim BVB derzeit die Regel: Champions League, Bundesliga und DFB-Pokal wechseln sich ab. Genau diese Belastung hat Kovac im Blick. „Denn es ist ein ganz anderer Rhythmus, ob man jeden dritten Tag Fußball spielt oder nur einmal die Woche“, sagte der BVB-Trainer.
Ganz am Ziel sieht der Coach seinen Youngster noch nicht: „Er ist auf gutem Weg, hat ein gutes Niveau, aber er ist noch nicht auf dem Niveau, wo ich ihn noch gerne hätte. Deswegen war es auch wichtig, dass er auch mal Pause bekommt.“
Lange warten muss Gadou auf sein Startelf-Comeback trotzdem nicht. Am Dienstag (27. Oktober, 20.45 Uhr) empfängt der BVB in der zweiten Runde des DFB-Pokals Werder Bremen. Kovac legte sich fest: „Jetzt ist es wahrscheinlich nicht so schwierig zu treffen: Er wird gegen Bremen sicherlich spielen.“ Untermauert wird der Einsatz zusätzlich durch die Sperre von Ramy Bensebaini.
Die Bank war für Gadou also eher ein Boxenstopp als ein Denkzettel. Für Kovac fällt die Maßnahme unter das Thema Steuerung: „Trainingssteuerung, Spielsteuerung, Leistungssteuerung. Und wir können die Leistung steuern, weil er schon Leistung gezeigt hat. Von daher ist alles gut.“
Den Sieg gegen die Eintracht sicherte ein anderer Joker: Maximilian Beier traf in der 80. Minute nach Vorlage von Jobe Bellingham zum 1:0 und sicherte sich damit in der RUHR24-Einzelkritik die Note 1. Damit sprang der BVB zumindest bis Sonntag an die Tabellenspitze.