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Dieser FC Arsenal muss den Bayern keine Angst machen: Bei Nottingham Forest haben die Londoner eine schwache Partie gezeigt - und gewannen dennoch spät. Drei Tage vor dem Königsklassen-Aufeinandertreffen mit dem deutschen Rekordmeister sorgte Joker Noni Madueke mit seinem Tor in der 80. Spielminute für den durchaus glücklichen 1:0 (0:0)-Sieg.
In einer zähen Partie fand Arsenal gegen die dicht gestaffelte Abwehr von Nottingham lange überhaupt kein Durchkommen. Erst in der Schlussphase gelang es den Londonern, die bisher in der Premier League erst einmal siegreiche Elf von Ex-Bundesligacoach Oliver Glasner in die Defensive zu drängen und das Siegtor zu erzielen.
Nach Manchester Citys Sieg gegen Ipswich (3:2) am Vortag hielt Arsenal Schritt mit dem Spitzenreiter und hat weiterhin drei Punkte Rückstand. Trainer Mikel Arteta wird sich mit Blick für die Auswärtspartie in der Champions-League-Gruppenphase bei Bayern München (Mittwoch, 21 Uhr im Sportschau-Audiostream) dennoch eine Leistungssteigerung seiner lange uninspirierten Elf wünschen.
Favorit Arsenal hatte das Spiel standesgemäß zu Beginn an sich gerissen. Weil die Londoner aber kaum Tempo in ihre Aktionen brachten, konnte Nottingham das eigene Tor problemlos verteidigen. Die erste gute Chance ergab sich sogar aus einem Konter von Forest, bei dem der Schweizer Leistungsträger Dan Ndoye das Außennetz traf (14.).
Wenn sich Arsenal mal in Strafraumnähe zeigte, ging es häufig über Rechtsaußen Bukayo Saka, der mit seinen Dribblings, Hereingaben und Standards der auffälligste "Gunner" der ersten Hälfte war. Der deutsche Nationalspieler Kai Havertz bekam im Sturmzentrum kaum Zuspiele, konnte sich aber immerhin bei einem Kopfball über das Tor (37.) und einem Rechtsschuss aus spitzem Winkel (40.) ans Außennetz in Szene setzen. Wirklich gefährlich wurde es für Nottingham aber jeweils nicht.
Nottinghams Schlager (ehemals Leipzig) behauptet gegen Havertz (r.) den Ball
Arsenal-Trainer Mikel Arteta joggte mit dem Pausenpfiff in die Kabine, sein Gegenüber Oliver Glasner ballte die Faust - zwei Reaktionen, die das Geschehen auf dem Platz anschaulich zusammenfassten. Nottingham durfte mit dem Verlauf der ersten 45 Minuten extrem zufrieden sein, bei den Gästen gab es Korrekturbedarf.
Besser wurde es aus Arsenal-Sicht aber auch zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht. Das Arteta-Team fand weder die Tiefe hinter Nottinghams Kette noch gelangen Anspiele in die freien Räume zwischen Mittelfeld und Abwehr. Schlimmer noch: Nottingham kam jetzt zu mehr Spielanteilen und wurde von den Zuschauern im City Ground vehement angefeuert.
Während Nottingham aber so langsam an einer Überraschung schnupperte, wurde Arsenal auf einmal druckvoller. Declan Rice vergab bei seiner Direktabnahme im Strafraum (72.) die erste Großchance Arsenals, die der Auftakt einer echten Drangperiode war. Und so kam es, wie es kommen musste: Joker Madueke zog von Linksaußen ins Zentrum und hielt einfach mal drauf, der Ball landete abgefälscht und dadurch unhaltbar im rechten Eck.
Arsenals Martin Ödegaard macht sich mit Ball auf den Weg
Arsenal bildeten sich jetzt mehr Räume, weil sich Nottingham aus der Deckung wagen musste. Dennoch kam die Glasner-Elf in den wilden Schlussminuten noch zu gleich drei Ausgleichschancen, doch Forest fehlte das Fortune im Abschluss. Arsenals Sieg - wenn auch glücklich im Zustandekommen und alles andere als überzeugend - war perfekt.