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Auch mehrere Tage nach der Kritik von Jürgen Klopp an der Taktik von Trainerkollege Vincent Kompany haben sich die Wogen noch lange nicht geglättet. In der ‚Sport1‘-Sendung ‚Doppelpass‘ waren die Worte des Bundestrainers erneut Thema.
„Jürgen Klopp ist extrem in die Analyse gegangen, in die tiefe Analyse, wo er Dinge herausgeholt hat, die ihm nicht gefallen haben beziehungsweise, die er nicht versteht. Das sollte er als Bundestrainer nicht machen“, fällt Stefan Effenberg ein klares Urteil: „Ich habe in Erinnerung, ob es Jogi Löw war oder auch Nagelsmann als Bundestrainer, dass die sich immer relativ neutral gehalten haben, wenn sie in eine kurze Analyse im Spiel eines Topteams gegangen sind. Das war jetzt extrem, da bin ich bei Oliver.“
Effenberg bezieht sich dabei auf Aussagen von Oliver Kahn, der die mangelnde „Kollegialität unter den Trainern“ monierte. Gladbach-Sportchef Rouven Schröder stimmt dem Duo im ‚Doppelpass‘ zu: „Ich habe mich gewundert, weil der Jürgen es schonmal hatte mit dem ‚Noch‘ (Klopp bezeichnete während der WM Julian Nagelsmann als ‚Noch-Bundestrainer‘, Anm. d. Red.), als er etwas offengelassen hat. Der Satz war überflüssig, das kann er sich sparen.“
Klopp war am Dienstag in der Halbzeitpause beim Spiel des FC Bayern gegen den FC Arsenal (2:2) von der Tribüne an den Spielfeldrand gekommen und hatte vor dem DAZN-Mikrofon die Partie analysiert: „Ich habe bis heute nicht abschließend verstanden, was Bayern gegen den Ball macht. Aber ich will mich einfach weiterbilden. Mal ist es hybrid, dann Mann gegen Mann, dann nicht gegen den Mann. Ich lerne immer noch.“