Zurück
Der 1. FC Magdeburg feiert gegen den Karlsruher SC den nächsten klaren Heimsieg in der 2. Fußball-Bundesliga. Mateusz Żukowski ebnete mit zwei verwandelten Foulelfmetern den Weg.
Beim 6:1-Erfolg traf der polnische Mittelstürmer in der 39. und 51. Minute mit Strafstößen. Anselmo García MacNulty (54.), Emmanuel Iyoha (59.), Roko Šimić (66.) und Leon Mergner (90.+3) erzielten die weiteren Tore. Deniz Ofli (82.) traf für den KSC, um die Niederlage ein ganz kleines bisschen erträglicher zu gestalten.
Die Mannschaft des Trainerduos Petrik Sander/Pascal Ibold kletterte damit zumindest vorübergehend auf den vierten Tabellenplatz, punktgleich mit dem VfL Wolfsburg.
Der Sieg wird Selbstvertrauen für das schwerstmögliche Pokallos geben. Am Mittwoch (20.45 Uhr im Livestream der Sportschau) gastiert der FCM beim FC Bayern München. Angeblich werden 10.000 Fans die Reise mit antreten.
Der Karlsruher verharrt im Tabellenkeller, nachdem er in der vergangenen Woche nach dem 4:0-Erfolg gegen den SV Darmstadt 98 hoffte, die Wende geschafft zu haben.
Knapp 20 Minuten waren gespielt, da hatten es beide Mannschaften geschafft, einmal den Ball im Tor des Gegners unterzubringen. Allerdings stand es nach wie vor 0:0, denn keiner der Treffer zählte wegen einer vorherigen Abseitsstellung.
Im Fall des versagten Treffers von Mateusz Żukowski war das schnell erledigt und offensichtlich, denn der Magdeburger Mittelstürmer hatte bei einem Pass von Baris Atik klar im Abseits gestanden (19.).
Bei den Karlsruhern war das schon eine ganz andere Sache. Das Standbild zeigte zwar eine ganz, ganz knappe Abseitsstellung von Noel Eichinger, bevor der eine Kopfballverlängerung nach einem Eckstoß einnickte. Doch ob der Operator in Zusammenarbeit mit dem VAR den exakt richtigen Frame fand, um das Bild einzufrieren, war nicht zu sehen. Das ist auch weiterhin äußerst schwierig.
Eine Führung des KSC in der 10. Minute wäre verdient gewesen, denn die Gäste bestimmten die Anfangsphase klar.
Der FCM, der am vergangenen Sonntag mit 0:2 bei Dynamo Dresden verloren hatte, fand nach dem aberkannten Treffer Żukowski besser ins Spiel. Als die Magdeburger dann tatsächlich in Führung gingen, war es verdient.
Jubel beim 1. FC Magdeburg um den nächsten Heimsieg.
Żukowski sorgte mit seinem vierten Saisontor per verwandeltem Elfmeter für das Tor. Sandro Tremoule hatte zuvor Luka Hyryläinen umgerannt, Schiedsrichter Felix Wagner sofort auf Strafstoß entschieden.
Kurz nach der Pause eilte Wagner dann zum zweiten Mal am Samstagnachmittag an den Monitor. Viktor Bergh hatte Pierre Nadjombe in einem Zweikampf den Schuh ausgezogen, und es galt zu checken, ob es durch ein Foul geschah.
Wagner bejahte diese Frage, Żukowski verwandelte erneut sich und brach damit den Widerstand des KSC. Die Mannschaft von Trainer Max Senft gab den Widerstand nahezu auf, die Magdeburger kamen in dem guten Gefühl der komfortablen Führung innerhalb von zwölf Minuten zu ihren weiteren Toren. vor dem Ehrentreffer des KSC.
Der Europapokalsieger von 1974 gewann zum vierten Mal nacheinander ein Heimspiel. Das erste hatte er noch mit 1:6 gegen Eintracht Braunschweig verloren.
Lange sah es so aus, als solle er zum vierten Mal dabei keinen Treffer kassieren. Doch Ofli beendete diese Serie mit seinem ersten Tor für den KSC. Eine Niederlage mit fünf Toren Unterschied wurde es aber dann doch noch, denn Mergner durfte noch seinen Premierentreffer in der 2. Liga bejubeln.
Magdeburg ist nach dem Pokalspiel am Samstagmittag beim SV Darmstadt 98 zu Gast (13 Uhr). Karlsruhe empfängt am Samstagabend den 1. FC Heidenheim zum Topspiel (20.30 Uhr).