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Trier · Die Gladiators sind nicht zu bremsen: Mit dem 92:79 gegen Bamberg feiern sie den fünften Pflichtsieg in Folge – und dank der neuen Tribüne einen Zuschauerrekord.
Die Vet-Concept Gladiators sind aktuell nicht zu stoppen, nicht im Europe Cup und auch nicht in der Basketball-Bundesliga. Beim 92:79 gegen Bamberg gehen mehrere Serien weiter: Fünfter Pflichtsieg in Folge. Sechster Sieg in der BBL hintereinander. Zu Hause, in der SWT-Arena, haben die Trierer bisher sowieso alles gewonnen. Dazu gab es am Samstagabend auch noch eine Bestmarke, einen Zuschauerrekord, jedenfalls bei Gladiators-Heimspielen. 5.570 Leute waren am Samstag beim Sieg gegen Bamberg vor Ort. Möglich wurde das durch die neu eingeweihte Tribüne oberhalb der Blöcke F, G und H – bis zu 250 Leuten finden dort Platz. Ein Rekord im Trierer Profi-Basketball ist es nicht, das nur am Rande - durch spezielle Stehplatz-Podeste gab es einst mal Platz für mehr als 6.000 Zuschauer.
Gegen die Baskets gab es erneut einen Start-Ziel-Sieg, die Gäste gingen nie in Führung. Die Gladiators bewiesen erneut, dass sie in der Liga zur absoluten Spitze zählen.
Das Spiel versprach einiges, vor allem Tempo – schließlich trafen die Teams mit der höchsten Pace der Liga aufeinander. So ging es auch los, anfangs allerdings vor allem von den Trierern: Jordan Rolands erster Dreier passte direkt (5:0), Justin Simon erhöhte per Dunk auf 9:2, Moritz Krimmer sorgte früh für die erste zweistellige Führung (13:2): Die Gladiators starteten stark. Der neue Bamberg-Coach Jesús Ramirez nahm die Auszeit – und in der Folge kamen die Oberfranken besser ins Spiel. Offensiv sah es bei den Gladiators weiter gut aus, da gab es gute Anspiele unter den Korb, Marten Linßen traf per Dunk zum 25:16. Das erste Viertel ging mit 26:18 an die Trierer.
Der Pokalsieger der vergangenen Saison kam besser ins zweite Viertel, nach einem 5:0-Lauf nahm Gladiators-Trainer Jacques Schneider die Auszeit. Und in dieser Phase hatte Moritz Krimmer, der Ex-Bamberger, gleich mehrere starke Aktionen. Die Gladiators bekamen wieder mehr Kontrolle. Marco Hollersbacher erhöhte per Dreier auf 36:23.
Bitter für die Gladiators: Schon weit vor der Halbzeit kassierte Center EJ Onu gegen seinen Ex-Club sein viertes Foul, darunter ein technisches. Das war durchaus eine Hypothek für die zweite Halbzeit. Aber bis dahin sah es für die Trierer gut aus, auch wenn sie den Gästen viele Offensivrebounds erlaubten, alleine neun in der ersten Halbzeit. Das war in der Pause auch der Kritikpunkt von Schneider. Mit einem 47:35 ging es in die Pause.
Die Offensivrebounds für Bamberg blieben auch im dritten Viertel ein Thema, ein großes – sonst hätten die Gladiators die Führung locker ausbauen können. So blieben die Trierer zwar zumeist zweistellig vorn, aber die Gäste waren weiter in Reichweite (59:48). In dieser Phase wurde es lauter in der Arena – nachdem die Schiedsrichter ein zumindest diskutables „disruptive“ Foul von Eli Brooks gepfiffen hatten. Das dritte Viertel ging knapp an die Gäste (16:18). Im Schlussviertel war also noch alles drin beim Stand von 63:53.
Und der letzte Abschnitt begann spektakulär – mit einem Dunk von Moritz Krimmer und einem Block von Justin Simon (69:55). Im letzten Viertel war auch EJ Onu wieder auf dem Parkett, der in der Defensive so wichtig für die Trierer ist. Aber auch offensiv war er da (71:58), wie auch Austin Crowley, der per Dreier auf 74:60 erhöhte. Und es gab einige offensive Highlights danach, auf beiden Seiten. Es wurde ziemlich wild. Knapp vier Minuten vor dem Ende waren die Gäste wieder bis auf neun Punkte dran, dank Richard Balint. Die direkte Antwort lieferte Roland – und zwar perfekt: Er wird bei einem getroffenen Dreier gefoult, auch den Freiwurf trifft er (83:70). Was danach kam, war fürs Highlight-Video: Brooks spielt Onu im dritten Stock an, der dunkt ihn rein – und gleich danach erhöht Simon nach einem Fastbreak auf 87:72, das Spiel war praktisch durch!
In der Liga geht es für die Gladiators am Sonntag (15. November) nach Frankfurt. Dort gab es im Pokal die bisher letzte Niederlage. Im Europe Cup reisen die Trierer zuvor nach Georgien, am Mittwoch spielen sie in Tiflis gegen Batumi.
Gladiators: Roland 20, Crowley 13, Krimmer 12, Linßen 12, Simon 10, Harris 7, Brooks 7, Onu 6, Hollersbacher 5, Zirbes 0