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Der TSV Landsberg hat im Kampf um den Klassenerhalt erneut wichtige Punkte liegen lassen. Gegen den SC Eltersdorf reichte es trotz einer überzeugenden ersten Halbzeit und zahlreicher guter Torchancen nur zu einem 1:1 (1:0). Trainer und Mannschaft konnten dennoch einige positive Erkenntnisse aus der Begegnung mitnehmen.
Landsberg – Es war wieder eines dieser Spiele, nach denen beim TSV Landsberg die Frage blieb, warum am Ende nicht mehr herausgesprungen war. Die Mannschaft zeigte gegen den SC Eltersdorf über weite Strecken eine engagierte Vorstellung, erspielte sich vor allem vor der Pause mehrere hochkarätige Möglichkeiten und ging verdient in Führung. Doch weil die Landsberger ihre Chancen nicht konsequent nutzten, mussten sie sich schließlich mit einem Punkt begnügen.
Dabei begann die Begegnung zunächst verhalten. Beide Mannschaften fanden nur schwer ihren Rhythmus. Die erste Gelegenheit für die Gastgeber hatte Lorenz Edelmann bereits in der fünften Minute, doch sein Abschluss stellte Eltersdorfs Torhüter Axel Hofmann vor keine größeren Probleme.
Nach einer Viertelstunde nahm das Landsberger Spiel allerdings deutlich Fahrt auf. Zunächst verpasste Maximilian Seemüller nach einer Flanke von rechts per Kopf die Führung (16.). Wenig später brachte Edelmann den Ball nach einer scharfen Hereingabe aus aussichtsreicher Position nicht im Tor unter (22.).
In der 27. Minute belohnten sich die Gastgeber schließlich. Nach einer Hereingabe von der linken Seite stand Seemüller richtig und schob den Ball zum 1:0 über die Linie. Der Trainer sprach anschließend von einem „echt überragenden Angriff“ und einer völlig verdienten Führung.
Landsberg blieb am Drücker. Marco Niedermayer versuchte es zunächst mit einem Distanzschuss aus rund 30 Metern, später verfehlte er nach einer hohen Flanke das Tor. Auch Tiziano Mulas sorgte mit einem Konter für Gefahr, konnte die Gelegenheit allerdings nicht zu Ende spielen.
Die größte Möglichkeit zum zweiten Treffer bot sich kurz vor der Pause. Seemüller legte nach einem gelungenen Angriff auf Leon Bucher quer, der aus kurzer Entfernung an Gästetorhüter Hofmann scheiterte (44.).
Genau darin sah der Landsberger Trainer später den entscheidenden Grund für den verpassten Sieg. Seine Mannschaft habe in der ersten Halbzeit sehr wenig zugelassen, es aber versäumt, mit einem zweiten Treffer frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. Dass die Chancen derzeit nicht konsequent genutzt werden, sei für ihn keine Frage der Qualität, sondern eine Phase, die seine Mannschaft überwinden werde.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild. Eltersdorf erhöhte das Tempo, spielte zielstrebiger nach vorne und setzte die Gastgeber stärker unter Druck. In der 53. Minute wurden die Gäste dafür belohnt. Robin Renner vollendete einen gelungenen Angriff zum 1:1.
Der Landsberger Trainer wollte allerdings nicht gelten lassen, dass seine Mannschaft nach der Pause grundsätzlich den Zugriff verloren habe. Auch in der zweiten Halbzeit habe der TSV vergleichsweise wenig zugelassen. Gerade bei der Verteidigung von Standardsituationen und Eckbällen habe er Fortschritte gesehen.
Beim Gegentreffer habe Eltersdorf seine Gelegenheit allerdings konsequent genutzt. „Das ist halt Regionalliga. Da knallt es gleich rechts oben“, sagte der Coach mit Blick auf den Ausgleich. Genau diese Effizienz fehle seiner Mannschaft derzeit.
Nach dem Treffer wurde die Begegnung zunehmend zerfahren. Ein geordneter Spielfluss kam kaum noch zustande. Landsberg gelang es nicht mehr, an die offensive Durchschlagskraft der ersten Halbzeit anzuknüpfen. Nennenswerte Torchancen blieben in der Schlussphase auf beiden Seiten aus.
Eine Erklärung für den Leistungsabfall lieferte der Trainer nach der Begegnung. Das Auswärtsspiel am Dienstag bei der SpVgg Unterhaching und die intensive Spielweise hätten Kraft gekostet. „Wir wollen auch mutig spielen, und das kostet Kraft“, erklärte er. Die Mannschaft müsse sich an die hohen Anforderungen erst gewöhnen. Bereits im Training hätten Spieler angesprochen, dass sie diese Intensität bislang nicht gewohnt seien.
Vor allem nach rund einer Stunde seien bei einigen Akteuren die Kräfte geschwunden. Der Coach reagierte mit Wechseln. Unter anderem kamen Fynn Heinze für Seemüller und Jeton Abazi für Bucher. Am Spielstand änderte sich jedoch nichts mehr.
Ein besonderes Lob erhielt Lorenz Edelmann. Der erst 18 Jahre alte Landsberger Nachwuchsspieler stand nach Angaben des Trainers erstmals in einem Regionalligaspiel in der Startelf und überzeugte mit einem mutigen Auftritt.
„Er hat eigentlich das Spiel dominiert“, schwärmte der Coach. Dass dem jungen Spieler im Laufe der Begegnung die Kräfte ausgingen, sei angesichts seines Alters und der hohen Belastung völlig normal. Umso erfreulicher sei seine Leistung.
Trotz des verpassten Heimsieges überwog beim Trainer deshalb die Zuversicht. „Ich fand die Vorstellung sehr, sehr gut“, sagte er. Er sei überzeugt, dass sich die Leistungen künftig auch in besseren Ergebnissen niederschlagen werden.
Für den TSV bleibt allerdings die Erkenntnis, dass gute Ansätze allein im Abstiegskampf nicht ausreichen. Gegen Eltersdorf wäre angesichts der Möglichkeiten vor der Pause mehr möglich gewesen. So blieb es beim 1:1 – und der nächsten verpassten Gelegenheit, dringend benötigte Punkte einzufahren.