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Trotz der ersten eingefahrenen Punkte bleibt die Lage bei Borussia Mönchengladbach angespannt. Der Klub rangiert weiterhin abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz und liegt damit meilenweit hinter den eigenen Ansprüchen zurück. Sportchef Rouven Schröder stellte sich nach dem 2:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart im „Doppelpass“ einigen unangenehmen Fragen zum vergeigten Saisonstart.
📌 Diese Spieler verkaufte die Borussia im Sommer
Ziel sei es gewesen, im Sommer einen hohen Transferüberschuss zu erzielen, um überhaupt in neue Spieler investieren zu können, erklärte Schröder. Deshalb war etwa der Verkauf des ehemaligen Kapitäns Rocco Reitz unumgänglich. Er brachte der Borussia rund 20 Millionen Euro ein. Letztlich erwirtschaftete der Verein einen Transfergewinn von über 16 Millionen Euro (via Transfermarkt.de)
Doch auch die Personalkosten konnte man enorm senken, wie Schröder selbst bestätigte. „Die Gehälter haben wir um zehn Millionen Euro heruntergeschraubt. Es ist einiges zusammengekommen: Wir haben eine Achse verloren mit Reitz, Engelhardt, Tabakovic und Elvedi. Wir haben versucht, sie zu ersetzen“, schilderte der Sportchef von Borussia Mönchengladbach.
Im vergangenen Geschäftsjahr lagen die gesamten Personalkosten der Gladbacher bei 94,6 Millionen Euro. Das umfasste den gesamten Klub, nicht nur die Lizenzspieler. Die Einsparungen bei den Profis dürften sich dennoch deutlich bemerkbar machen.
Die Spuren des Umbruchs bekamen die Fans in den ersten Bundesliga-Wochen zu spüren. Bei der Borussia klappte so gut wie nichts. Sechs Startniederlagen in Folge kosteten unter anderem Trainer Eugen Polanski den Job. Dennoch nimmt Schröder den Fehlstart im „Doppelpass“ auf sich. „Das Thema der Krise nehme ich komplett auf meine Kapuze, weil du in der Verantwortung stehst. Mit der Unterschrift war mir klar, welcher Weg eingeschlagen wird“, stellte Schröder mit Blick auf die finanzielle Herausforderung unmissverständlich klar.
Der Sieg gegen Stuttgart hat dem Klub jedoch wieder etwas Luft verschafft. Jetzt stehen mit dem DFB-Pokal-Duell gegen Karlsruhe und dem folgenden Liga-Spiel gegen Paderborn zwei ganz wichtige Spiele an. Insbesondere ein Weiterkommen im Pokal wäre wichtig: Denn dann würde es eine Bonuszahlung von 912.755 Euro vom DFB geben.