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Spaltung wegen Israel-Palästina-Konflikt und "Sieg Heil"-Ruf: Leipziger Verein suspendiert zwei Mitglieder

Leipzig - Der Vereinsvorstand selbst spricht von einer "Eskalation", die gerade bei Roter Stern Leipzig (RSL) stattfindet. Wegen Drohungen, einem angeblichen Hitlergruß und gespaltenen Meinungen beim Thema Israel-Palästina sehen sich die Verantwortlichen nun zu einer Stellungnahme und zwei Suspendierungen gedrängt.

Innerhalb des Roten Stern Leipzig kracht es. (Archivfoto)
Innerhalb des Roten Stern Leipzig kracht es. (Archivfoto)  © Picture Point

Zunächst geht es um "Raus aus dem RSL"-Graffiti, die sich gegen ein Vereinsmitglied richten. "Dies benennt der RSL als menschenverachtende, rassistische Hetze und als Morddrohungen", steht im nicht mit anderen Vereinsgremien abgestimmten Statement des Vorstands.

"Wer die Graffiti gesprüht hat, hat keinen Platz in unserem Verein." Der Sprayer sei dem Club nicht bekannt und andere Vereinsmitglieder würden ihn nicht schützen, heißt es.

Der Vorwurf, palästinasolidarische Positionen würden sanktioniert werden, treffe zudem nicht zu. Maßnahmen hätten nichts mit palästinasolidarischen Positionen der Handelnden zu tun. "Maßnahmen gab es auch gegenüber Personen mit anderen politischen Positionen, wenn ihr Verhalten oder ihre Aussagen dazu Anlass gaben."

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Im konkreten Fall seien Mitglieder mit Nazis und das Vorgehen Israels mit dem Holocaust gleichgesetzt worden. "Aus diesen Gründen wurde das Mitglied daraufhin suspendiert."

Unzutreffend sei darüber hinaus der Vorwurf, ein Mitglied habe den Hitlergruß gezeigt. Vielmehr habe die Person mit "Sieg Heil" reagiert, nachdem sie sich "als Faschist bezeichnet gesehen hat". Auch dieses Mitglied wurde suspendiert.

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Roter Stern Leipzig: "Wir wissen, dass es im Verein verschiedene antifaschistische Positionen gibt"

Der Rote Stern Leipzig, sportlich in der achtklassigen Kreisoberliga und dort in der unteren Tabellenhälfte beheimatet, verstehe sich als "antifaschistischen Sportverein. Wir wissen, dass es im Verein verschiedene antifaschistische Positionen gibt, auch zum Nahostkonflikt. Diese können nebeneinander stehen, solange Mitglieder respektvoll und sachlich miteinander umgehen und keine roten Linien überschritten werden."

Man dürfe den Vorwurf äußern, "das Vorgehen der israelischen Regierung und des Militärs sei ein Genozid", und gleichzeitig müsse ausgehalten werden, "wenn andere der Einordnung als Genozid widersprechen".

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