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Nach dem dramatischen 2:2-Unentschieden im Bundesliga-Gipfel gegen Borussia Dortmund droht dem FC Bayern München ein folgenschwerer personeller Engpass. Gleich mehrere Leistungsträger zogen sich Blessuren zu, wodurch sich die ohnehin angespannte Ausfallsliste vor dem anstehenden Champions-League-Duell drastisch verlängert.
Der bittere Punktverlust im Prestigeduell geriet nach dem Schlusspfiff rasch zur Nebensache. Im Mittelpunkt standen die ernsten Sorgenfalten von Sportvorstand Max Eberl, der die sportliche Situation nach den jüngsten Ausfällen ungeschminkt analysierte. Angesichts der dramatischen Szenen auf dem Rasen fand der Manager deutliche Worte: "Momentan fühlt sich schon ein bisschen heftig an, was um uns herum passiert."
Besonders schwerwiegend scheinen die Ausfälle zweier wichtiger Angreifer zu wiegen, die den Platz vorzeitig räumen mussten. Eberl prognostizierte nach ersten Untersuchungen bereits ernstere Folgen für den weiteren Saisonverlauf: "Beide Verletzungen sind doch etwas größer, ohne dass ich jetzt eben die Prognose oder die Diagnose abgeben kann, das machen sie erst noch, aber es sieht beides größer aus."
Den Anfang der Verletzungsserie markierte eine umkämpfte Szene im Dortmunder Strafraum. Ismael Saibari hatte eine Großchance auf dem Fuß, scheiterte jedoch an BVB-Tormann Gregor Kobel. Im anschließenden Kampf um den Abpraller knickte der Offensivmann unglücklich um. Gestützt von den Mannschaftsärzten schleppte er sich vom Rasen. Nach Spielende herrschte bedrückende Gewissheit über die Schwere des Vorfalls: Saibari musste die Arena auf Krücken verlassen.
Nur zwei Spielminuten nach dem Saibari-Schock der nächste Nackenschlag: Auch Serge Gnabry signalisierte Schmerzen und musste vorzeitig ausgewechselt werden. In der hektischen Schlussphase erwischte es schließlich auch noch Michael Olise:
Die personellen Rückschläge treffen den deutschen Rekordmeister zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt der Spielzeit. Das Lazarett an der Säbener Straße war bereits vor dem Anpfiff gegen den Erzrivalen prominent bestückt:
Die Zeit zur Regeneration und Neuausrichtung ist extrem knapp bemessen. Bereits am Dienstag steht für die Münchner in der Königsklasse die schwere Auswärtspartie gegen Atlético Madrid auf dem Programm. Die Vereinsführung hofft nun inständig auf milde Ergebnisse bei den eingehenden MRT-Untersuchungen, um die Personalsorgen vor der Reise nach Spanien nicht noch weiter eskalieren zu lassen.