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Die Berlinerin Sophie Leupold hat bei den Weltmeisterschaften im Coastal Rowing Sprint die erste Goldmedaille für Deutschland gewonnen. Im Mixed setzte sich die 27-Jährige mit ihrem Partner Franz Werner im Finale am Dienstag im chinesischen Qingdao gegen die Titelverteidiger Dominykas Jancionis und Martyna Kazlauskaite aus Litauen durch.
"Um ehrlich zu sein: Es ist noch gar nicht richtig angekommen", sagte Leupold nach dem WM-Triumph. "Jeden Tag steht man dafür auf und jetzt ist es endlich da. Das bedeutet mir richtig viel."
Sophie Leupold und Franz Werner beim Finale im Doppel-Mixed (Quelle: Detlev Seyb/World Rowing)
Coastal Rowing ist die Wildwasser-Variante der Sportart Rudern. Statt auf klassischen Regattastrecken findet Coastal Rowing in der Regel auf dem Meer statt. Im Zweier sitzt ein Teammitglied bereits im Boot, während der andere vom Startbereich am Strand einen Sprint durch den Sand absolvieren muss.
Nach dem besseren Start für die bis dahin zweifachen Weltmeister aus Litauen, holte das deutsche Boot auf dem 500 Meter langen Kurs bei der Wende auf und ging in Führung. Litauen kam noch einmal heran, so dass die Entscheidung im Zielsprint zum Buzzer fiel, den der Deutsche knapp für sich entschied.
Ein paar Stunden zuvor hatte bereits Moritz Wolff vom Berliner Ruder-Club die Bronzemedaille im Solo (Einer) gewonnen. Bei den letztjährigen Weltmeisterschaften im türkischen Antalya hatte der 26-Jährige die Medaille noch knapp verpasst.
Moritz Wolff beim Siegerfoto (Quelle: Detlev Seyb/World Rowing)
"Das bedeutet mir schon viel, nachdem es letztes Jahr so knapp gescheitert ist. Das macht hungrig auf Neues und weitere geile Rennen", sagte der Berliner nach dem Gewinn seiner Bronzemedaille.
Auf ihr Edelmetall müssen die Gewinner allerdings noch bis Mittwoch warten. Ursprünglich sollten die Wettbewerbe erst dann stattfinden. Da Coastal Rowing abhängig von den Gezeiten und der Brandung ist, mussten die Wettbewerbe kurzfristig vorverlegt werden.
Moritz Wolff fliegt zum Buzzer, mit dem die Zeit gestoppt wird (Quelle: Detlev Seyb/World Rowing)
Für das deutsche Team waren es die ersten beiden WM-Medaillen überhaupt in der Sprint-Kategorie. Sowohl der Mixed-Zweier als auch die Einer sind ab dem nächsten Olympischen Sommerspielen 2028 in Los Angeles neuer Teil des Programms und sollen es auch darüber hinaus bleiben.