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„Überhaupt nicht verstanden“: Wieder Schiri-Frust beim HSV
„Überhaupt nicht verstanden“: Wieder Schiri-Frust beim HSV
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Vor dem 1:3 blieb ein möglicher Treffer gegen Adeline ohne Pfiff. Warum der HSV die Szene so anders bewertet.

Vor dem dritten Frankfurter Tor sieht der HSV ein Foul an Martin Adeline – oder zumindest Bedarf nach einer Unterbrechung. Wie Schiri Florian Exner entschied.

Martin Adeline konnte es nicht fassen. Nach dem dritten Frankfurter Tor beschwerte er sich bei Schiedsrichter Florian Exner und kassierte die Gelbe Karte – weil er sich ungerecht behandelt fühlte. Der HSV hatte in der Entstehung des Treffers ein Foul erkannt, der Referee aber bei einer Szene in etwa an der Mittellinie auf Vorteil entschieden. Wo lag das Problem?

Dass Shafiq Nandja den Ball nicht so leichtfertig an Vorlagengeber Can Uzun verlieren darf, steht außer Frage. Das räumte das 19-jährige AbwehrtalentDer Ärger des HSV bezog sich auf ein Duell, das wenige Sekunden zuvor stattgefunden hatte. Adeline bekam nach einem langen Ball einen Schlag im Kopfbereich ab. Der Franzose wurde von Frankfurts Rechtsverteidiger Elias Baum erwischt und ging zu Boden.

„Martin wird am Nacken oder vielleicht am Kopf klar getroffen. Das ist sensibel und es wissen alle, dass wir da aufpassen müssen“, sagte Merlin Polzin und ergänzte zu Exner: „Ich hätte mir gewünscht, dass er das Spiel unterbricht und dass er sich um die Gesundheit meines Spielers kümmert.

“Der Schiedsrichter ließ weiterlaufen – aber wohl nicht, weil er das Foul nicht gesehen hatte, sondern weil er einen Vorteil für den HSV erkannte. Zakaria El Ouahdi kam nach besagter Szene auf der rechten Seite an den Ball, aus Sicht der Hamburger aber in einer keineswegs vielversprechenden Offensivposition, die einen gefährlichen Angriff zur Folge hätte haben können.

„Der erste Kontakt von Zaka geht nach hinten“, erklärte Polzin und ärgerte sich: „Das ist für mich kein Vorteil, weil die Dynamik nicht nach vorn gesucht wird und das Spiel – oder unser Vorteil – damit zunichtegemacht wird. “ Die Gemengelage war ziemlich komplex. Der HSV hätte sich eine sofortige Spielunterbrechung durch Exner gewünscht. Als El Ouahdi dann einen Rückpass auf Nandja spielte und die Entscheidung auf Vorteil offenbar nicht mehr zurückgenommen werden konnte, war es zu spät.

Nandja agierte gegen Vorlagengeber Uzun zu nachlässig, das sah auch Polzin ein.

„Mit dem Pass von Zaka kann ich nachvollziehen, dass er es nicht mehr abpfeift. Das müssen wir besser lösen“, sagte er über den Ballverlust des Youngsters. Von seiner grundsätzlichen Haltung aber wich Polzin nicht mehr ab: „Im ersten Moment ist es kein Vorteil, deshalb musst du es abpfeifen.

“ Schiri Exner tat es nicht. An der Auswechselbank des HSV entlud sich der Zorn, auch die Profis auf dem Feld gingen in die Diskussion mit dem Unparteiischen. Mit dabei war auch Miro Muheim. Der Schweizer sagte im Nachgang: „Ich habe das überhaupt nicht verstanden in dem Moment.

“ Muheim erzählte die Szenerie aus seiner Sicht: „Für mich war es ein klares Foul an Martin. Er springt von hinten in ihn hinein, dann gibt er Vorteil, der für mich keiner ist. Wieder so eine Situation, die einfach bitter ist, weil ich das Gefühl hatte, dass man in der Situation abpfeifen müsste.

“, weil der 36-jährige Rechtsanwalt aus Münster bei seinem letzten HSV-Einsatz in Bremen für Aufsehen gesorgt hatte. Polzin war zwei Tage vor dem Auftritt am Main bemüht, die Angelegenheit abzukühlen. Auch am Sonntagabend wollte er die Szene vor dem 1:3 durch Younes Ebnoutalib nicht als billiges Alibi nutzen.

„Genauso wie die Verletzten für uns keine Ausrede sind, habe ich gar keinen Bock, über irgendwelche Schiedsrichterleistungen zu sprechen. Am Ende kann ich es nicht beeinflussen“, wusste er.

„Wir müssen beeinflussen, dass wir besser Fußball spielen. “Das vorab intern besprochene Ziel, den HSV an der Seitenlinie würdig zu vertreten, hat das Trainerteam aus Sicht des Chefs im Deutsche-Bank-Park erreicht. „Das ist sehr gut gelungen in allem, was wir getan haben“, meinte Polzin. „Aber wenn Momente da sind, die einfach spielentscheidend sind …“ – dann müsse er seinen Unmut kundtun.

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