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„Musste sofort an den Tod meines Papas denken“: Kimmich nach Bayern-Sieg emotional
Den Zeigefinger zum Himmel: Joshua Kimmich erzielte ein emotionales Tor in Mainz. AP/Michael Probst
Den Zeigefinger zum Himmel: Joshua Kimmich erzielte ein emotionales Tor in Mainz.
AP/Michael Probst

Der FC Bayern gewinnt in Mainz und bleibt Tabellenführer. Nach seinem Treffer spricht Joshua Kimmich über einen sehr persönlichen Moment. 

Sportlich läuft es für den FC Bayern München weiterhin glänzend. Doch nach dem 2:1 (1:0)-Auswärtssieg beim FSV Mainz 05 standen nicht nur die nächsten drei Punkte im Mittelpunkt. Joshua Kimmich wurde nach der Partie im Interview mit DAZN sehr persönlich. Der Nationalspieler hatte die Münchner mit seinem Treffer in der 14. Minute auf die Siegerstraße gebracht. Anschließend sprach er über einen emotionalen Moment.

„Ich musste natürlich sofort an den Tod meines Papas denken“, sagte Kimmich bei DAZN. „Ich mache ja ohnehin nicht so viele Tore. Das war schon sehr emotional.“ Worte, die nach dem nächsten Erfolg des Rekordmeisters für einen bewegenden Moment sorgten.

Kimmich und Karl treffen für Bayern in Mainz

Auf dem Platz hatten die Bayern die Begegnung zuvor über weite Strecken kontrolliert. Die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany, der wegen einer Hirnhautreizung weiterhin fehlte und erneut von seinem Assistenten Aaron Danks vertreten wurde, ließ den Gastgebern kaum Luft zum Atmen. Nach einer Balleroberung behielt Harry Kane die Übersicht und legte für Kimmich auf. Der traf aus 17 Metern sehenswert in den rechten Winkel (14.).

Auch danach blieben die Münchner überlegen. Mainz kam kaum zu eigenen Angriffen, hatte kurz vor der Pause aber dennoch den vermeintlichen Ausgleich erzielt. Jae-Sung Lee traf nach einem Freistoß von Nadiem Amiri, stand dabei allerdings knapp im Abseits. Der Treffer wurde nach Überprüfung durch den VAR aberkannt.

Bayern-Kapitän Neuer verletzt sich in seinem Rekordspiel

Besonders bitter für die Bayern: Bei der Abwehraktion hatte sich Manuel Neuer am rechten Fuß verletzt. Der Kapitän musste noch vor der Halbzeit ausgewechselt werden, Jonas Urbig übernahm seinen Platz im Tor. Ausgerechnet an einem historischen Nachmittag für den 40-Jährigen: Mit 40 Jahren und 225 Tagen wurde Neuer zum ältesten Bundesliga-Spieler der Bayern-Geschichte. Er übertraf damit den bisherigen Vereinsrekord von Bernd Dreher.

Nach dem Seitenwechsel machten die Münchner dort weiter, wo sie aufgehört hatten. Wieder war Kane der Vorbereiter, diesmal profitierte Youngster Lennart Karl. Der 18-Jährige erhöhte in der 57. Minute auf 2:0 und traf damit wie schon beim Champions-League-Erfolg gegen Atlético Madrid unter der Woche.

Bayern bleiben Tabellenführer – Neuer bereitet Sorgen

Mainz-Trainer Urs Fischer versuchte mit mehreren Wechseln, die Offensive seiner Mannschaft zu beleben. Doch die Bayern ließen lange kaum etwas zu. Erst in der Nachspielzeit gelang Phillip Tietz per Kopf der Anschlusstreffer (90.+3). Für eine Aufholjagd war es zu spät.

Mit dem Erfolg gehen die Münchner als Tabellenführer in die Länderspielpause. Seit 24 Bundesliga-Partien ist der Rekordmeister saisonübergreifend ungeschlagen, auswärts sogar seit 31 Spielen. Auch unter Kompanys Vertreter Danks gab es in fünf Pflichtspielen noch keine Niederlage.

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Trotzdem bleiben Sorgen: Nach den zahlreichen Verletzungsproblemen der vergangenen Wochen droht mit Neuer nun der nächste prominente Ausfall. Und während die Bayern sportlich weiter auf Erfolgskurs bleiben, sorgte Kimmich nach dem Schlusspfiff mit seinen persönlichen Worten für einen Moment, in dem das Ergebnis zur Nebensache wurde. (fa/sid/dpa)

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