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Celje gewinnt 3:2 gegen Sturm Graz in der Handball-CL. Svit Seszar trifft zweimal, Benjamin Verbic einmal. Oumar Diakite fällt Sturm zurück, doch zu wenig.
Die handballbegeisterten Zuschauer in der Styria-Arena in Graz-Liebenau erlebten am Donnerstagabend ein spannendes Duell, das mit einem unerwarteten Ergebnis endete. Der slowenische Meister und Titelverteidiger Celje Pivovarna Lasko setzte sich mit 3:2 (1:2) gegen den österreichischen Vizemeister Sturm Graz durch. Vor 12.977 Zuschauern mussten sich die weiter von Verletzungen geschwächten Steirer geschlagen geben und blieben damit von einem heimgesuchten Sieg in der vierten Runde der Ligaphase der Champions League ausgeschlossen.
Svit Seszar (29., 73.) mit einem Doppelpack und Benjamin Verbic (45.) trafen für die Gäste und sicherten den Auswärtserfolg. Zwischenzeitlich hatte Oumar Diakite (40.) für die offensiv bemühten, aber ineffizienten Blackies ausgeglichen. Der Anschlusstreffer des Sturm-Torjägers (93.) kam zu spät. Für die Grazer von Trainer Fabio Ingolitsch, die weiter vier Punkte auf dem Konto haben, war es erst die zweite Heimniederlage im Kalenderjahr 2026.
Sturm zeigte in der Anfangsphase hohe Intensität und wollte die Slowenen unter Druck setzen, was auch zunächst gelang. Die beste von mehreren Möglichkeiten vergab der in die Startelf zurückgekehrte Diakite, der das Kreuzeck per Kopf nach einem Corner verfehlte (12.). Wenige Momente später gab es Elferalarm im Gäste-Strafraum, das Handspiel eines Celje-Verteidigers aus kurzer Distanz blieb aber ohne Konsequenzen. Sturm klopfte mit mehreren Distanzschüssen an, aber auch Celje trug gefährliche Angriffe vor.
Über den Führungstreffer jubelten die Slowenen nach einer völlig verpatzten Kopfball-Rückgabe von Valmir Matoshi, Seszar verwandelte alleine vor Ammar Helac eiskalt. In der 37. Minute verhinderte der Sturm-Tormann mit zwei Paraden einen höheren Rückstand. Statt 0:2 hieß es 1:1 - denn Diakite kam im Strafraum etwas glücklich an den Ball und versenkte diesen im Kreuzeck. Kurz vor dem Pausenpfiff war Helac machtlos, als sich Verbic gegen drei Grazer durchsetzte und ins lange Eck traf.
Zwei Minuten nach Seitenwechsel freute sich Veton Tusha nur kurz über das vermeintliche 3:1, wegen eines Fouls zählte der Treffer nicht. Im Gegenzug schoss Diakite aus aussichtsreicher Position daneben (49.). Angeführt vom überragenden Luca Weinhandl (17) drückte die Ingolitsch-Elf auf den Ausgleich, doch Großchancen blieben Mangelware. Celje zeigte sich hingegen eiskalt.
Helac konnte einen Schuss nur kurz abwehren, Seszar staubte zur Vorentscheidung ab. In der Schlussphase feierte Gizo Mamageishvili nach langer Verletzungspause sein Comeback. Der Georgier bereitete den Anschlusstreffer von Diakite mit einem Freistoß von der Strafraumgrenze kurz vor Spielende vor. Die Grazer blieben bis zum Ende in der Offensive aktiv, reichte es jedoch nicht mehr für den erforderlichen Ausgleich.
Für das im Europacup zuvor sieglose Celje war es nach dem 2:2 gegen Salzburg das nächste Erfolgserlebnis gegen einen österreichischen Verein. Die beiden jeweils Liga-Vierten lieferten sich bei stimmungsvoller Atmosphäre in Graz-Liebenau einen offenen Schlagabtausch. Sturm Graz bleibt in der Gruppenphase mit vier Punkten auf dem achten Platz liegen, während Celje als Titelfavorit weiterhin als gefährlicher Gegner gilt. Das Match zeigt die enge Grenze zwischen Erfolg und Misserfolg in der Champions League.