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Sensation in Schwindegg: Und plötzlich fällt der Weltrekord beim Sechs-Stunden-Lauf
Läuferinnen und Läufer beim Start zur Deutschen Meisterschaft im Sechs-Stunden-Lauf in Schwindegg
136 Läuferinnen und Läufer gingen in Schwindegg bei der Deutschen Meisterschaft im Sechs-Stunden-Lauf an den Start. © Nicole Sutherland

Die Deutsche Ultramarathon-Meisterschaft hat Schwindegg ein sportliches Ausrufezeichen beschert: Beim Sechs-Stunden-Lauf lieferten sich die Athleten packende Duelle gegen die Zeit – und sie feiern auch einen Weltrekord.

Schwindegg – Ein ganz besonderes Ereignis war die Austragung der Deutschen Meisterschaft der Deutschen Ultramarathon Vereinigung (DUV) im 6-Stunden-Lauf bei der Sportanlage Rohrmühle. Sie fand im Rahmen der neunten Auflage des Schwindegger VR-Laufes auf einem amtlich vermessenen Rundkurs von 1,383 Kilometern Länge statt.

Über 130 Teilnehmer aus ganz Deutschland hatten sich für die Deutsche Meisterschaft angemeldet und auch ein Ehepaar aus Großbritannien nahm teil. Weitere 30 hatten sich für den offenen Lauf mit familiärer Beteiligung angemeldet, der gleichzeitig auf der Strecke stattfand. Offiziell eröffnet wurde das Sportereignis mit Klängen der Musikkapelle Schwindegg und einer Rede des zweiten Bürgermeisters Martin Thalmeier.

Dann wurden die letzten zehn Sekunden bis zum Start heruntergezählt und die Zeitmessung für die sechs Stunden begann. Runde um Runde hängten die 136 Läufer, die schließlich angetreten waren, in ihrem Wettlauf gegen die Zeit aneinander. Der Kurs führte durch die Sportanlage, wo auch die Verpflegungsstände aufgebaut waren, bis zum Start- und Wendepunkt an der Hofmühle.

Profimoderator Gert Hänsel, der sonst den Dorfener Stadtlauf moderiert, sowie die Zuschauer feuerten die Sportler an. Auch das Wetter spielte mit und sorgte zusammen mit der optimalen Organisation von Günther Weitzer, Abteilungsleiter Ultralauf beim SV Schwindegg, und seinem Team für gute Bedingungen.

Weltrekord in der Altersklasse M70

Als Rahmenprogramm gab es einen Frühschoppen mit der Musikkapelle sowie Kaffee und Kuchen. Für die Bewirtung sorgte der Kulturverein Schwindegg. Nachdem die Zeit gestoppt war und die letzten Töne von „We are the Champions“ verklungen waren, wurde klar, dass viele Rekorde aufgestellt worden waren, darunter sogar ein Weltrekord. Matthias Betzler von Spiridon Frankfurt stellte den neuen Weltrekord in der Altersklasse M70 mit 67,665 Kilometern auf.

Bei der anschließenden Siegerehrung im Zelt gratulierte ein überglücklicher Organisator Günther Weitzer, der diesmal selbst erfolgreich mit auf der Strecke war. Er bedankte sich herzlich bei allen Helfern, den Sponsoren und der Musikkapelle Schwindegg und freute sich insbesondere darüber, dass er den letzten Kilometer gemeinsam mit dem Weltrekordler gelaufen war. Bei der Siegerehrung der Deutschen Meisterschaft übergab die DUV die Preise und die Musikkapelle Schwindegg stimmte die Nationalhymne an.

Streckenrekorde und Spenden für den guten Zweck

Den 3. Platz in der Gesamtwertung der Frauen belegte Friederike Schoppe (LSG Goldener Grund Selters/ Ts). Den 2. Platz erkämpfte sich Florentine Beese (Hannover Athletics) und Siegerin wurde Maria Elisa Legelli (Munic Athletics) mit 80,085 Kilometern. Sie stellte auch den Streckenrekord auf.

Bei den Männern kam Jan Wessely (SC-Haag) auf den 3. Platz. Moritz Ehm (TV Refrath) belegte den 2. Platz und Sieger wurde Lukas Kley (TV Refrath) mit 85,614 Kilometern. Er stellte ebenso einen neuen Streckenrekord auf und konnte 50 Euro Prämie mit nach Hause nehmen. Zusätzlich konnten sich beide Sieger über einen Freistart für 2027 und einen Pokal freuen.

Deutsche Meister im Sechs-Stunden-Lauf wurden: Lukas Kley (1.), Moritz Ehm (2.), Jan Wessely (3.), Harald Barnickel (4.), Christoph Lux (5.) und bei den Frauen: Maria Elisa Legelli (1.), Florentine Beese (2.), Friederike Schoppe (3.), Jasmin Beer (4.) und Christiane Neidiger (5.)
Deutsche Meister im Sechs-Stunden-Lauf wurden: Lukas Kley (1.), Moritz Ehm (2.), Jan Wessely (3.), Harald Barnickel (4.), Christoph Lux (5.) und bei den Frauen: Maria Elisa Legelli (1.), Florentine Beese (2.), Friederike Schoppe (3.), Jasmin Beer (4.) und Christiane Neidiger (5.) © Nicole Sutherland

Die beiden Teilnehmer aus Großbritannien, Neill und Louise Kelly, stellten mit 76,605 und 62,294 Kilometern neue britische Rekorde in der M60 und der W60 auf. Sie wurden betreut vom bisherigen dreifachen 6-Stunden-Lauf-Sieger und Streckenrekordhalter Imre Berenyi. Den Kontakt vermittelte Günther Weitzer, der sich über den Rekord mitfreute.

Geehrt wurden außerdem Altersklassensieger und Mannschaften. Ein Tag der Superlative in Schwindegg neigte sich dem Ende zu. Mit der Veranstaltung war auch eine Spendenaktion verbunden. 10 Euro von jeder Startgebühr sowie der gesamte Erlös aus der Bewirtung gingen an die Kinderkrebshilfe BALU. Als Hauptsponsor trat die VR-Bank Schwindegg auf. Daneben gelang es, weitere Sponsoren für die Ausrichtung des Laufes und die Spendenaktion zu gewinnen.

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