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Mit dem deutschen Team gewann Amelie Brüning bei der WM in Südkorea Silber. Nach dem Sieg bei der Deutschen Meisterschaft ist nun die EM im kommenden Jahr das nächste Ziel.
Es ist erst wenige Wochen her, dass Amelie Brüning bei der Taekwondo-Poomsae-WM im südkoreanischen Chuncheon einen riesigen Erfolg feiern konnte. Gemeinsam mit Stephanie Elbers aus Soltau und Francesca Discao aus Potsdam gewann sie in der Altersklasse "Unter 50" die Silber-Medaille. "Ich glaube, so viele verschiedene Gefühle gleichzeitig hatte ich noch nicht vorher", erzählt Brüning im Gespräch mit buten un binnen. "Das, worauf man monatelang hintrainiert hat, ist dann in dem Moment vorbei. Und dann noch mit dem Ergebnis."
Der Sport ist für die 35-Jährige ein guter Ausgleich zu ihrem Job in einer Marketing-Agentur in der Bremer Überseestadt. Und bereitet ihr enorme Freude.
Es ist auf jeden Fall eine vielfältige Sportart. Eine Kampfsportart zwar, aber mit super vielen verschiedenen Elementen. Der Schwerpunkt liegt auf den Fußtechniken, 'Tae' steht ja auch für Fuß. Danach kommt 'Kwon' als Arm- und Fausttechnik. Und 'Do' ist der Weg dahinter, also diese geistige Entwicklung, die man im Laufe seiner Entwicklung macht.
(Amelie Brüning)
Vor wichtigen Wettbewerben trainiert Brüning bis zu fünfmal pro Woche. Entweder im Fitnessstudio oder beim Taekwondo. Seit zehn Jahren tritt sie für die Hamburger Sportfreunde an. Mitglied ist sie seit ihrer Kindheit jedoch auch bei Bremen 1860. Dort hat sie einst eine Ausbildung zur Sportfachfrau absolviert. Mittlerweile engagiert sie sich im Klub als Trainerin.
Für mich ist das auch wieder eine Form von Abschalten. Ganz anders als selbst zu trainieren. Es ist total schön, das, was man selbst lernt, auch weiterzugeben. Demjenigen auch zu helfen, sich zu verbessern. Das ist einfach ein gutes Gefühl. Und wenn man nach dem Training auch das Feedback bekommt, dass das Training Spaß gemacht hat, dann geht man auch glücklich nach Hause.
(Amelie Brüning)
Amelie Brüning arbeitet für eine Marketing-Agentur in Bremen.
Sportlich verfolgt sie weiterhin ambitionierte Ziele. Bei der WM in Südkorea waren nur die Vietnamesinnen noch besser als das deutsche Team. Am 10. Oktober sicherten Elbers, Discao und Brüning sich gemeinsam den Titel der Deutschen Meisterinnen. Natürlich, erzählt sie, sei es auch die eigene Erwartungshaltung gewesen, sich als Vize-Weltmeisterinnen bei der Deutschen Meisterschaft durchzusetzen und den Titel zu holen.
Das nächste Ziel ist mit der Teilnahme an der EM im kommenden Jahr bereits gesteckt. "Man braucht diese Motivation. Mit dem Vizeweltmeister-Titel müssen wir es auch mit den entsprechenden Erwartungen an uns angehen." Nach Silber bei der WM könnte bei der EM auch der Gewinn der Gold-Medaille möglich sein.
Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 20. Oktober 2026, 18:06 Uhr