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2. Bundesliga: Hertha verballert Start-Rekord, Nürnberg bangt um Top-Torjäger
Glücklos: Herthas Luca Schuler (l.) verpasst die Führung.© Frank Molter/dpa | Frank Molter

Die Erfolgsserie von Hertha BSC ist in der 2. Fußball-Bundesliga ausgerechnet bei Krisenclub Holstein Kiel gerissen. Nach sieben Siegen in den ersten sieben Spielen reichte es für die Berliner nur zu einem 0:0 beim bisherigen Tabellenletzten.

Die Kieler bleiben dadurch zwar als einziges Team der Liga weiter sieglos. Durch einen engagierten Auftritt vor 11.750 Zuschauern stärkten sie aber die Position ihres unter Druck geratenen Trainers Tim Walter. Hertha verpasste dagegen die Einstellung eines Startrekords. Als bislang einziges Team seit der Einführung der eingleisigen zweiten Liga hatte Hannover 96 in der Saison 1986/87 die ersten acht Spiele gewonnen.

Hertha nutzt seine Chancen nicht

Das Berliner Problem war die Chancenverwertung. Gleich dreimal musste Holstein-Torwart Timon Weiner gegen Oluwaseun Adewumi (11./15.) und Sebastian Grönning (31.) retten. Die Kieler steigerten sich jedoch und hatten sogar die beste Chance der ersten Halbzeit: Per Kopfball scheiterte Phil Harres an Hertha-Keeper Marius Gersbeck (42.).

Pech für Holstein war, dass das Saisondebüt von Sebastian Schonlau schon in der 50. Minute endete. Der frühere HSV-Kapitän verletzte sich erneut am Oberschenkel. Hertha hätte danach in Führung gehen müssen. Doch erst scheiterte Adewumi nach langem Sprint ein drittes Mal an Weiner (53.). Dann köpfte Grönning den Ball aus kurzer Distanz an den Pfosten (59.). Auch Luca Schuler vergab in der Schlussphase noch eine Großchance (83.).

Nürnberg nutzt Herthas Remis nicht

Auch der 1. FC Nürnberg ist bei Aufsteiger Energie Cottbus nur zu einem hart erkämpften Punkt gekommen – und muss zusätzlich noch um Top-Torjäger Mohamed Ali Zoma bangen. Die Mannschaft von Trainer Miroslav Klose spielte bei den Brandenburgern 1:1 (0:0).

Dem Nürnberger Mohamed Ali Zoma droht eine Zwangspause.© Uli Deck/dpa | Uli Deck

Der Tabellenzweite aus Franken verpasste es, den Abstand auf die Hertha zu verkleinern. Zoma, mit sieben Treffern bisher bester Torjäger der Liga, musste in der ersten Halbzeit (33. Minute) verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Nürnbergs Styopa Mkrtchyan (79.) glich den Führungstreffer von Justin Butler (56.) aus.

Fairer Applaus für ausgewechselten Zoma

Die Gastgeber bereiteten dem Club einige Probleme. Butler traf in der neunten Minute aus bester Position den Ball nicht und verpasste kurz darauf erneut (10.). Dann fand der FCN besser ins Spiel. Zoma schoss nach einer schönen Kombination über das FCE-Tor (25.). Wenige Minuten später musste der italienische Nationalspieler dann vom Feld – begleitet vom fairen Applaus des Cottbuser Publikums. Der 22-Jährige hatte sich in der Anfangsphase an der Schulter verletzt. Kurz vor der Pause vergaben Tim Janisch und der eingewechselte William Böving die Doppelchance auf die Nürnberger Führung (37.).

Doch die Hausherren blieben auch nach dem Seitenwechsel gefährlich. Einen langen Ball hinter die Abwehrkette erlief sich Leonardo Bittencourt und legte dann selbstlos für Butler auf. Der FCN blieb dran. Mit etwas Glück kam Mkrtchyan aus kurzer Distanz frei zum Schuss. dpa

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