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Die großen Probleme der Saison scheint Red Bull Racing wie durch Zauberhand behoben zu haben: Das Auto ist seit dem Upgrade-Paket aus dem frühen Herbst klar verbessert. Max Verstappen ist seitdem regelmäßiger Gast auf dem Podium, fuhr sogar zuletzt zwei GP-Siege ein. Das große Projekt läuft also in die richtige Richtung. Mit ein paar Kleinigkeiten im Rennbetrieb ruckelt es aber zuletzt immer wieder.
Wie schon in Singapur hatte Red Bull Racing auch in Austin wieder technische Probleme mit dem Funk. Der Funk ist enorm wichtig für die Fahrer. Sie kommunizieren aus dem Cockpit mit ihrem Renningenieur, bekommen vom Kommandostand zum Beispiel Infos über Abstände zu anderen Fahrern, Zielzeiten und Infos zum Rennverlauf mitgeteilt. Die Fahrer besprechen (meist ein wenig verschlüsselt mit Codeworten und Buchstaben-Kennungen, damit die Konkurrenz nicht alles abhören kann) dort die Strategie und geben Feedback zum Reifenverschleiß oder anderen Beobachtungen. Über den Funk wird koordiniert, wann wer zum Reifenwechsel kommt und noch so vieles mehr. Unglücklich also, wenn die Funkverbindung ruckelt.
In Singapur vor zwei Wochen hatte Max Verstappen mit seinem Stamm-Renningenieur Gianpiero Lambiase mangels Funkverbindung per Knopfdruck statt Wort kommunizieren müssen – Morse-Alphabet light quasi. In Austin gab es nun erneut Probleme am Funk. Was ist da los?
Red Bull Racing-Teamchef Laurent Mekies erklärte nach dem Rennen: «Wir sind alle frustriert, dass wir nun schon im zweiten Rennen in Folge mit Funkproblemen zu kämpfen haben. Das macht es allen sehr schwer, daher möchten wir das Problem tatsächlich möglichst schnell beheben, denn es handelt sich um etwas, das eigentlich funktionieren sollte, ohne dass wir dafür allzu viel Energie aufwenden müssen.»
Und die Lösung scheint schwierig zu finden zu sein. Mekies: «Wenn wir es verstehen würden, hätten wir das Problem bereits gelöst. Wir verstehen also nicht ganz, warum wir mit diesen Problemen zu kämpfen haben. Ich muss allerdings zugeben, dass die Konkurrenz es besser macht als wir, denn wir können ja die Funkverbindungen aller anderen mitverfolgen, und wir haben mehr Schwierigkeiten, als uns lieb ist.» Immerhin: Im Team fand man kreative Wege, das Problem zu umgehen. An der Kommunikation hapert es also nur auf technischer, keineswegs auf zwischenmenschlicher Ebene.
Der 20-jährige Italiener Kimi Antonelli hatte beim USA-GP die Chance, den WM-Titel 2026 sicherzustellen. Er machte alles richtig: Sieg in Texas. Die Titelfeier ist trotzdem verschoben. Bis Mexiko.