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Die Fußballwoche stand ganz im Zeichen des Ballon d'Or, der am Montag an Bayern-Superstar Harry Kane verliehen wurde. Jose Mourinhos Schützling Kylian Mbappe ging dagegen knapp leer aus. Der Portugiese zeigte sich darüber einerseits enttäuscht, freute sich andererseits aber auch für den englischen Nationalspieler.
"Ich hatte das Privileg, mit Harry Kane zusammenzuarbeiten. Er ist ein Topspieler und ein großartiger Profi. Natürlich war ich frustriert, dass mein Spieler nicht gewonnen hat. Doch selbst angesichts dieser Enttäuschung freue ich mich für Harry, der in seinem Alter eine solche Auszeichnung für seine gesamte Karriere verdient hat", erklärte Mourinho auf der Pressekonferenz vor dem Ligaspiel gegen Racing Santander. Mourinho war zwischen 2019 und 2021 für 86 Pflichtspiele Kanes Trainer bei Tottenham Hotspur.
"Auf der anderen Seite ist Kylian einzigartig", führte der Portugiese weiter aus. "Spieler wie Messi, Cristiano Ronaldo oder Platini haben den Ballon d'Or mehrfach gewonnen. Den Ballon d'Or gibt es jedes Jahr, doch den besten Spieler in der Geschichte der Weltmeisterschaften gibt es nur einmal. Was die Abstimmung zum Ballon d'Or betrifft, hat mich vor allem die Platzierung von Jude Bellingham etwas überrascht. Er landete auf dem elften Platz. Dazu möchte ich mich nicht weiter äußern."
Kane erhielt am Montag in London die prestigeträchtige Auszeichnung als Weltfußballer der vergangenen Saison. Dabei setzte er sich knapp gegen Mbappe durch, der mit lediglich 28 Punkten Rückstand auf dem zweiten Platz landete.
Während der Franzose in der vergangenen Spielzeit mit Real Madrid keinen nennenswerten Titel gewinnen konnte und auch bei der Weltmeisterschaft in Nordamerika mit Frankreich im Spiel um Platz drei gegen Kanes Engländer scheiterte, feierte Kane mit dem FC Bayern das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal. Zudem erzielte der Engländer wettbewerbsübergreifend 61 Tore für die Münchner und bereitete weitere sieben Treffer vor.
Auch in der Champions League schnitt Kane mit den Bayern besser ab als Mbappe. Im Viertelfinale warfen die Münchner zudem ausgerechnet Real Madrid aus dem Wettbewerb. Kane ist damit der erste Bundesliga-Profi seit Matthias Sammer, der 1996 als Spieler von Borussia Dortmund den Ballon d'Or gewinnen konnte.