Zurück
Bei Real Madrid wachsen offenbar die Zweifel an Trainer Jose Mourinho, dem von der Vereinsführung fehlende Weiterentwicklung vorgeworfen wird.
Wie die Journalisten Jorge C. Picon (unter anderem AS) und Sergio Valentin von der Marca übereinstimmend auf X vermelden, herrscht in der Führungsetage der Königlichen eine spürbare Enttäuschung über die bisherige Entwicklung in dieser Spielzeit. Präsident Florentino Perez sowie weitere einflussreiche Funktionäre hatten sich von Mourinhos Rückkehr deutlich mehr versprochen - insbesondere, weil dem Trainer im Sommer bei der Zusammenstellung des Kaders sämtliche Freiheiten gewährt wurden, heißt es.
Der zentrale Kritikpunkt demnach: Das spielerische Auftreten der Mannschaft passe nicht zu den hohen Ansprüchen des Vereins und erinnere zu stark an die enttäuschende Vorsaison, in der Real ohne Titel geblieben war. Während die Mannschaft intern weiterhin hinter dem Trainer stehen soll, wächst in der Führung die Skepsis über das Fehlen einer klaren Handschrift.
Laut Valentin bereitet sich Perez daher im Hintergrund bereits auf das Szenario einer Trennung vor. Der Klubchef soll in seinem engsten Umfeld erklärt haben, dass er bereits einen konkreten Nachfolger für den Trainerstuhl im Kopf hat: Didier Deschamps.
Der 49-jährige Franzose ist seit dem Ende seines 14-jährigen Engagements als Frankreichs Nationalmannschaft ohne Verein. Deschamps, der die Equipe Tricolore 2018 zum Weltmeistertitel und 2022 ins WM-Finale führte, hatte seinen Posten nach dem vierten Platz bei der Endrunde in den Nordamerika geräumt. Damals stellte der Erfolgstrainer klar, dass nicht sportliche Aspekte, sondern ein schwieriges Umfeld ausschlaggebend für seinen Rücktritt waren, um weiteren Schaden von der Nationalelf abzuwenden.
Für Mourinho und Real, das in der Liga nach neun Spieltagen bereits sieben Punkte hinter Meister FC Barcelona rangiert, stehen in den kommenden Tagen richtungsweisende Aufgaben an. Nach dem Champions-League-Duell gegen RB Leipzig folgt am kommenden Sonntag der Clasico bei den Katalanen.
Diese Begegnung könnte zum ultimativen Schicksalsspiel für den Portugiesen werden, der bislang neun seiner elf Pflichtspiele seit seiner Rückkehr nach Madrid gewann. Sollte Real jedoch im Prestigeduell gegen Barca erneut spielerisch enttäuschen, gilt ein vorzeitiges Aus von Mourinho laut den neuesten Gerüchten als realistisches Szenario.