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Paukenschlag in Österreich bei den Staatsmeisterschaften im Skispringen. Der Sohn des ehemaligen Bundestrainers Werner Schuster schlägt die prominente Konkurrenz.
München/Stams – Österreichs Skispringer gehören seit Jahren zur Weltspitze. Bekannte Namen wie Stefan Kraft, Daniel Tschofenig und Jan Hörl zählen zu den bekanntesten Gesichtern und Dominatoren der Szene. Bei den nationalen Meisterschaften wollte die Elite Selbstvertrauen für die neue Weltcup-Saison tanken – doch ganz oben stand völlig überraschend der Sohn von Ex-DSV-Coach Werner Schuster.
Am Samstag (17. Oktober) holte sich der 23-jährige Tiroler Jonas Schuster den Staatsmeistertitel auf der Normalschanze in Stams. Der Sohn des ehemaligen deutschen Bundestrainers Werner Schuster setzte sich gegen die gesamte ÖSV-Elite durch. Nach dem ersten Durchgang lag er nur auf Rang drei, im zweiten Durchgang schob er sich mit Sprüngen auf 113,5 und 112,5 Meter an die Spitze.
Am Bergisel in Innsbruck war Schuster zuvor auf der Großschanze Siebter geworden. In Stams lief es anders: „Am Bergisel bin ich nicht so gut gesprungen, in Stams hatte ich von Anfang an ein richtig gutes Gefühl“, sagte der Tiroler nach dem Wettkampf. Mit 288,3 Punkten gewann er vor Stephan Embacher, der 1,2 Punkte zurücklag. Bronze ging an Clemens Aigner, der 3,5 Punkte hinter dem Sieger blieb.
Die großen Namen erlebten eine Enttäuschung. Jan Hörl verpasste als Vierter das Podest um 3,1 Punkte, Stefan Kraft wurde Sechster, 18,3 Punkte hinter dem Sieger, und Daniel Tschofenig landete unter 21 Teilnehmern auf Rang acht. Das Ergebnis ist überraschend. Hörl und Kraft sind Olympiasieger, Tschofenig gewann 2025 die Vierschanzentournee.
„Ich bin sehr zufrieden, und wenn man so einen hochkarätigen Wettkampf gewinnt, hat man definitiv eine gute Leistung gezeigt“, sagte Schuster nach seinem Sieg. Über seinen Vater, der den DSV über elf Jahre als Bundestrainer prägte und heute in der Nachwuchsförderung tätig ist, sagte er Anfang des Jahres während seiner ersten Vierschanzentournee: „Ich glaube, er ist schon ein bisschen stolz, dass ich es so weit geschafft habe.“
Für Schuster ist der Triumph vor allem ein kräftiges Ausrufezeichen vor dem Weltcup-Winter. Die Saison beginnt am 20. November im norwegischen Lillehammer, die Frauen starten am 28. November in Hinzenbach in Österreich. Bis dahin bleibt den geschlagenen ÖSV-Stars noch Zeit, um in Form zu kommen. Schuster hingegen wird den Schwung in den Winter mitnehmen wollen. (LuHa)