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Diesen Platzverweis verstand fast keiner: Edimilson Fernandes sah beim 2:0-Sieg von YB gegen St.Gallen nach einer VAR-Intervention die Rote Karte. Im Nachhinein spricht der Schweizerische Fussballverband von einem Fehlentscheid.
26.10.2026, 07:2726.10.2026, 07:27
Die Young Boys führen am Samstagabend gegen St.Gallen mit 2:0, es läuft die Schlussviertelstunde. Nach einem harten Einsteigen im Mittelfeld gegen FCSG-Captain Lukas Görtler sieht Edimilson Fernandes die Gelbe Karte.
Die Sanktion von Schiedsrichter Lukas Fähndrich scheint unstrittig – bis sich Videoschiedsrichter Fedayi San meldet. Er betrachtet die Intervention von Fernandes als rotwürdig und rät Fähndrich, sich die Szene noch einmal am Bildschirm anzusehen. Nach erneuter Beurteilung entscheidet sich Fähndrich, den 30-jährigen YB-Spieler vom Platz zu stellen. Mit Lukas Görtler verstand selbst der Gefoulte den Entscheid nicht, für ihn hätte Gelb gereicht, sagte der St.Galler.
Das wäre auch die richtige Sanktion gewesen, meldet nun der Schweizerische Fussballverband. Gegenüber dem SRF gab der SFV das folgende Statement ab:
«Der Spieler #6 von YB geht in den Zweikampf. Er spielt zwar den Ball, trifft den Gegenspieler #16 von SG jedoch anschliessend mit dem nachziehenden Bein (trailing leg). Da der Fuss des Gegenspielers nicht am Boden blockiert ist, ist die Intensität nicht ausreichend für ein Vergehen mit übermässiger Härte (kein ausschlusswürdiges Vergehen).
Korrekter Entscheid: direkter Freistoss und Gelbe Karte.»
Bitter für Schiedsrichter Fähndrich: Er hatte die Szene richtig erfasst. Erst auf das Drängen von VAR San beurteilte er das Foul noch einmal und kam zum falschen Schluss. Wie lange Fernandes gesperrt wird, sollte im Verlauf des Montags bekannt werden. (ram)