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Ex-BVB-Juwel traf folgenschwere DFB-Entscheidung – nun bereut er sie

Er galt beim BVB einst als großes Talent. Jahre später blickt der Ex-Nationalspieler auf eine folgenschwere Entscheidung zurück.

Kerem Demirbay im BVB-Trikot.
Kerem Demirbay, einst im BVB-Trikot unterwegs.

Beim BVB galt er einst als großes Versprechen. Sogar Jürgen Klopp wollte Kerem Demirbay unbedingt in Dortmund halten. Doch der Mittelfeldspieler zog weiter, schaffte später den Durchbruch in der Bundesliga und wurde sogar deutscher Nationalspieler. Ausgerechnet auf diesen vermeintlichen Karrierehöhepunkt blickt der 33-Jährige heute mit großem Bedauern zurück.

Demirbay würde sich nämlich nie wieder für die deutsche Nationalmannschaft entscheiden. Im Interview mit dem türkischen Journalisten Yagiz Sabuncuoglu erklärt das ehemalige BVB-Talent, warum es seine damalige Entscheidung gegen die Türkei bis heute bereut. Dabei erhebt es auch einen bemerkenswerten Vorwurf.

📌 Fakten zu Kerem Demirbay

Klopp wollte Demirbay beim BVB halten

Schon früh galt Demirbay als großes Talent. Nach Stationen in den Jugendabteilungen von Schalke 04 und Wattenscheid 09 landete er 2011 bei Borussia Dortmund. Dort schaffte der technisch starke Mittelfeldspieler den Sprung in die zweite Mannschaft und sammelte in der 3. Liga seine ersten Erfahrungen im Profifußball.

Sogar Klopp wollte ihn damals unbedingt halten. In einem späteren Interview mit Bayer Leverkusen erinnerte sich Demirbay daran, dass ihm beim BVB ein Dreijahresvertrag angeboten wurde. Klopp habe ihn persönlich zum Gespräch gebeten und gesagt: „Komm, wir wollen dich.“ Doch Demirbay fühlte sich der Konkurrenz nicht gewachsen und wechselte 2013 zum Hamburger SV. Rückblickend hätte er sich damals gerne durchgebissen.

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Über Umwege ging es anschließend steil bergauf. Bei Fortuna Düsseldorf machte Demirbay auf sich aufmerksam, unter Julian Nagelsmann wurde er bei der TSG Hoffenheim zum Bundesliga-Star. 2019 verpflichtete Bayer Leverkusen den Mittelfeldspieler. Für die Nationalmannschaft hatte er sich allerdings schon zwei Jahre zuvor entschieden – aus heutiger Sicht ein schwerer Fehler.

Ex-BVB-Talent bereut DFB-Entscheidung

„Wenn sie mich heute noch einmal anrufen würden, würde ich nicht hingehen“, erklärte Demirbay nun mit Blick auf die deutsche Nationalmannschaft. Seine Begründung fiel unmissverständlich aus: „Weil ich Türke bin. Ich bin Türke. Meine Mutter und mein Vater sind Türken.“

Dabei hatte Demirbay zunächst tatsächlich für türkische Nachwuchsnationalmannschaften gespielt. Auch später wollte er eigentlich für die Türkei auflaufen. Nach eigener Aussage bemühte er sich anderthalb Jahre lang um eine entsprechende Berufung. Die blieb jedoch aus.

Kerem Demirbay
Kerem Demirbay hat sich zu seiner Zeit bei der deutschen Nationalmannschaft geäußert. (Archivbild)

„Das ist das Einzige, was mich in meiner gesamten Karriere wirklich traurig gemacht hat“, sagte der ehemalige Dortmunder über die verpasste Chance, für die türkische Nationalmannschaft zu spielen. Stattdessen nahm er 2017 eine Einladung von Joachim Löw an.

Ein DFB-Tor mit bitterem Nachspiel

Sein Debüt gab Demirbay im Juni 2017 gegen Dänemark. Wenig später stand er beim Confederations Cup in Russland auf dem Platz. Beim 3:1 gegen Kamerun erzielte er sogar die Führung für Deutschland. Am Ende gewann die DFB-Auswahl das Turnier.

Doch es blieb bei zwei Länderspielen. Demirbay vermutet, dass ein Türkei-Tattoo auf seinem Schulterblatt dabei eine Rolle gespielt habe. Nach seinem Treffer gegen Kamerun sei die Tätowierung sichtbar geworden. Anschließend habe er nie wieder eine Einladung erhalten, berichtete er im Interview.

Nach BVB und Bundesliga nun in Istanbul

Seine Vereinskarriere führte Demirbay derweil weiter. 2023 verließ er Leverkusen in Richtung Galatasaray Istanbul. Später spielte er für Eyüpspor, ehe er sich im Januar 2026 Kasimpasa anschloss. Damit ist der frühere BVB-Spieler inzwischen auch sportlich in der Türkei angekommen.

Seine große Sehnsucht bleibt dennoch unerfüllt: das Trikot der türkischen A-Nationalmannschaft zu tragen. Für Deutschland reichten ihm einst zwei Einsätze, um beim Confederations Cup einen Titel zu gewinnen. Für Demirbay überwiegt heute trotzdem das Bedauern über jene Entscheidung, die ihm diesen Erfolg überhaupt erst ermöglichte.

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