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Alexander Zverev ist dem Sprung an die Spitze der Weltrangliste in Wien einen Schritt nähergekommen, musste dafür aber eine seiner schwierigsten Aufgaben der Woche schon zum Auftakt lösen. Gegen den 20-jährigen Spanier Martin Landaluce gewann er nach 3:05 Stunden mit 7:5, 3:6, 7:6 und wehrte im entscheidenden Tiebreak vier Matchbälle ab.
Mit einem weiteren Sieg würde der Deutsche sicherstellen, dass er am kommenden Montag erstmals die ATP-Weltrangliste anführt. Nach dem Verlauf der ersten Runde ist dieser mögliche Meilenstein jedoch eng mit einer zweiten Erkenntnis verbunden: Auch ein ungesetzter Gegner kann ihn auf dem schnellen Hallenplatz bis an die Grenze bringen.
Zverev schaffte im ersten Durchgang ein frühes Break, musste aber den Ausgleich hinnehmen. Erst ein weiterer Aufschlagdurchbruch beim Stand von 5:5 verschaffte ihm den entscheidenden Vorteil. Der Satzgewinn brach Landaluces Widerstand nicht.
Der Spanier ging im zweiten Satz mit einem Break zum 2:0 in Führung und hielt diesen Vorsprung. Damit zwang er den Favoriten in einen dritten Durchgang, in dem beide Chancen auf eine frühere Entscheidung hatten. Alexander ließ zunächst drei Breakmöglichkeiten und später beim Stand von 6:5 zwei Matchbälle aus.
Die Partie wurde deshalb nicht allein durch das lange Tiebreak kompliziert. Schon zuvor hatte Landaluce verhindert, dass Alexander seine Chancen in eine kontrollierte Schlussphase umsetzen konnte. Der Deutsche musste mehrfach neu ansetzen, statt einen einmal erarbeiteten Vorsprung nur noch zu verwalten.
Im Tiebreak geriet Alexander erneut unter Druck. Landaluce erspielte sich bei 6:5, 8:7, 9:8 und 10:9 seine vier Matchbälle. Beim letzten davon rettete sich Zverev laut Turnierbericht mit einem Ass zum 10:10.
Erst bei 12:11 erhielt Zverev seinen fünften Matchball insgesamt. Landaluce suchte weiterhin die offensive Lösung, setzte die Vorhand aber ins Aus. Damit endete eine Partie, in der der Außenseiter bis zum letzten Punkt selbst versuchte, das Ergebnis zu bestimmen.
Für Zverev war die aktive Abwehr der kritischen Punkte entscheidend. Er wartete nicht ausschließlich auf Fehler, sondern musste mit seinem eigenen Aufschlag das unmittelbare Aus verhindern.
Der nächste Gegner kommt aus der Begegnung zwischen Tallon Griekspoor und Brandon Nakashima. Zverevs Achtelfinale ist für Donnerstag vorgesehen und verbindet nun das Weiterkommen im Turnier mit der Aussicht auf Rang eins.
Der Auftakt liefert dafür weder Entwarnung noch einen Grund, den Erfolg kleinzureden. Alexander überstand einen Gegner, der viermal unmittelbar vor dem Sieg stand. Für den nächsten Schritt braucht er erneut diese Nervenstärke, möglichst aber eine frühere Nutzung seiner eigenen Chancen.