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Nächste TSG-Pleite: Erst die Hoffnung, dann der Nackenschlag
Ivo Colic und die TSG Balingen kassierten gegen den Bahlinger SC den nächsten Rückschlag. Nach einer vergebenen Doppelchance schlugen die Gäste eiskalt zu. (Foto: Moschkon)

Im Vergleich zur Nullnummer in Mühlhausen veränderte TSG-Trainer Michael Schilling seine Startelf auf drei Positionen. Routinier Jonas Fritschi kehrte nach seiner Verletzungspause in die letzte Kette der Roten zurück. Für mehr Offensivpower sollten Noel Feher und Henoch Grauer sorgen. Ex-Profi Christian Derflinger blieb gegen den BSC auf der Bank.

Wieder ein früher Rückstand

Gegen den formstarken Kaiserstuhl-Klub legten die Schwaben mutig los, doch spätestens im letzten Drittel war Schluss. Ganz anders die Gäste: Marin Stefotic prüfte aus 18 Metern erstmals Louis Potye (7. Minute). Keine 180 Sekunden später netzte der BSC-Torjäger aus spitzem Winkel über die Hände des Balinger Keepers.

Wieder lief die TSG früh einem Rückstand hinterher – und offenbarte anschließend ihre bekannten Schwächen. Bahlingen agierte abgeklärt, ballsicher und mit klarer Linie. Bei den Roten dagegen blieb vieles Stückwerk. Eine Feher-Hereingabe fand in der Box keinen Abnehmer (23.), ein Colic-Freistoß blieb hängen (25.). Das war's zunächst mit den Offensivbemühungen der Schwaben. Danach verlor die Begegnung zunehmend an Fahrt. Echte Höhepunkte? Fehlanzeige. Nach einer strittigen Abseitsentscheidung protestierte Jonas Brändle zu vehement und kassierte Gelb (36.). Viel mehr passierte in dieser Phase nicht. Glück für die Gastgeber allerdings, dass Holger Bux aus kurzer Distanz nur die Querlatte traf (45.+1).

Zur Pause schärfte Schilling personell nach, brachte Maxim Schmalz für Feher. Doch der erhoffte Ruck blieb aus. Für die wenigen Lichtblicke im Balinger Spiel sorgte weiterhin Kevin Founes, der erneut eine stabile Leistung ablieferte. Immerhin: Mit seinem schwächeren linken Fuß suchte Schmalz den Abschluss. Es war der erste Torschuss der Schwaben – und da standen bereits 57 Minuten auf der Uhr.

Statt 1:1 plötzlich 0:2

Besser machten es die Südbadener, die allerdings erneut Alu-Pech hatten (Stefotic/59.). Und die TSG? Die atmete zunächst kräftig durch und schnupperte wenig später plötzlich am Ausgleich. Erst vergab Grauer (66.), dann ließ auch Brändle die große Chance per Kopf liegen (67.). Umso bitterer für die Roten: Statt des 1:1 fiel auf der Gegenseite das 0:2. Stefotic verwandelte einen Foulelfmeter eiskalt (69.).

In der Schlussphase fanden die Roten offensiv praktisch nicht mehr statt. Statt einer Aufholjagd drohte eine noch deutlichere Niederlage. Dass es nicht schlimmer kam, war vor allem Potye zu verdanken, welcher mit zwei starken Paraden den dritten BSC-Treffer verhinderte. Die 0:2-Heimpleite verschärft die Krise der Eyachstädter. Erneut fehlten den Schwaben Durchschlagskraft und Konsequenz – und in den entscheidenden Momenten auch das nötige Spielglück.

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