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Fußball-Bremen-Liga: Zehn Minuten Durcheinander kosten SAV den Sieg
Mit diesem verwandelten Foulelfmeter brachte Avni-Serdar Güngör die SAV in Führung.

Eine Halbzeit lang schienen die Bremen-Liga-Fußballer der SG Aumund-Vegesack nach der völlig verdienten 2:0-Führung einem souveränen Heimsieg entgegenzusteuern, doch weit gefehlt. Denn nach Wiederanpfiff folgte eine rund zehnminütige, im Nachhinein kaum zu erklärende Phase, in der das Spiel quasi auf den Kopf gestellt wurde. Den Gästen vom TuS Schwachhausen gelang da nicht nur der Ausgleich, sondern sie gingen sogar mit 3:2 in Führung. Immerhin rettete Mahdi Matar der SAV kurz darauf mit seinem 3:3-Ausgleichstreffer noch das 3:3.

Von Jubel war bei den Vegesackern nach Abpfiff jedoch keine Spur. Im Gegenteil. "Das ist im Endeffekt natürlich schon sehr ärgerlich. Wir haben Schwachhausen einen Punkt geschenkt", sagte SAV-Trainer Mario Vukoja. Zufrieden waren selbstverständlich auch seine Spieler nicht. Sie zermürbten sich selbst auf der Suche nach dem Schuldigen für die drei unnötigen Gegentore. Vukoja verglich die aktuelle Partie mit dem Spiel gegen den FC Oberneuland: "Auch da lagen wir ja schon mit 2:0 vorn, haben dann aber nach dem Ausgleich noch das 3:2 gemacht."

Avni-Serdar Güngör trifft zum 1:0

Dabei begann für die Vegesacker alles wie erhofft. Avni-Serdar Güngör brachte die Gastgeber nach einem Foul an Jorge Mauricio da Silveira per Strafstoß in Führung (29.), Fernando Nicke gelang in der Nachspielzeit der ersten Hälfte das 2:0. "Bis dahin hatten wir alles unter Kontrolle, 80 Prozent Ballbesitz und Schwachhausen bekam überhaupt keinen Zugriff", zählte Vukoja auf.

Nach der Pause nahm das Unheil jedoch seinen Lauf. "Ich hatte noch dringend darauf hingewiesen, dass wir jetzt die ersten 15, 20 Minuten keine Fehler machen dürfen, die werden entscheidend sein", sagte der SAV-Coach. Doch irgendwie schienen seine Worte ungehört verhallt zu sein.

Zunächst vergab Avni-Serdar Güngör gleich zwei Riesenmöglichkeiten alleinstehend vor dem Schwachhauser Tor. "Da hätten wir den Deckel draufmachen können", so Vukoja. Dann leitete eine Unaufmerksamkeit den ersten Gegentreffer ein, als dies der sträflich im Rückraum lauernde Musli Krasniqi ausnutzte (49.). Urplötzlich herrschte ein regelrechtes Durcheinander in den Vegesacker Reihen. "Ein Problem, das uns schon seit ein paar Wochen beschäftigt", erklärte Mario Vukoja.

Prompt folgte der nächste Fehler, als ein Ball in der Vorwärtsbewegung verdribbelt wurde und Ali Ibrahimi den Konter zum Ausgleich abschloss (52.) und nur sechs Minuten später sogar noch das 3:2 nach einer Flanke auf den zweiten Pfosten nachschob. Nur gut, dass Mahdi Matar nur zwei Zeigerumdrehungen später das 3:3 gelang. Mehr war in dieser verkorksten zweiten Hälfte dann nicht mehr möglich. Glück im Unglück hatten die Gastgeber allerdings noch kurz vor Schluss, als die Schwachhauser noch einen Lattentreffer verzeichneten.

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