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"Ich hatte noch ein paar andere Angebote": Eltern von Lennart Karl waren gegen Wechsel zum FC Bayern München

Wäre es nach seinen Eltern gegangen, wäre Lennart Karl nicht beim FC Bayern gelandet. Das verriet der Shootingstar der vergangenen Saison in einem Interview mit DAZN.

"Meine Eltern waren nicht so überzeugt davon, vor allem meine Mutter nicht", sagte Karl über die Ereignisse. "Aber ich habe einfach von Anfang an als Bayern kam, gesagt, ich will da hingehen. […] Meine Eltern waren jetzt nicht so auf meiner Seite. Ich hatte noch ein paar andere Angebote. Ich habe gesagt, ich mache das", verriet Karl.

Dass Karl seit seiner Kindheit Bayern-Fan sei, habe ihm dabei geholfen, seine Eltern zu überzeugen: "Dann haben sie gesagt: 'Dann schauen wir uns das noch mal an. Wenn du es dir zutraust, gehst du dorthin und machst es.' Und so fing das alles an."

Karl wechselte im Januar 2022 zunächst in die Jugend von Aschaffenburg, ehe er ein halbes Jahr später an den Campus der Bayern wechselte. "Die ersten zwei Wochen hatte ich schon ein bisschen Heimweh. Da habe ich mir schon so gedacht: 'Wie soll das jetzt alles werden?' Aber dann habe ich die Jungs im Internat kennengelernt und dann ging es eigentlich ganz schnell. Wir waren jeden Tag zusammen, haben jeden Tag Fußball gespielt und hatten eine sehr, sehr coole Zeit dort", erzählt Karl über seine Eingewöhnungszeit.

Lennart Karl würde "ab und zu schon gerne unbekannt sein"

Etwas mehr als vier Jahre später ist Karl mit gerade einmal 18 Jahren schon der Durchbruch gelungen. In der vergangenen Saison war er einer der großen Shootingstars der Bundesliga, sprang sogar auf den WM-Zug auf und wäre in den USA wohl auch zunächst Stammspieler gewesen.

Dann aber bremste ihn eine schwere Muskelverletzung aus, nach der er erst in den vergangenen Wochen sein Comeback feierte. Seitdem läuft er seine Form noch etwas hinterher, dennoch machte er auch unter Nagelsmann-Nachfolger Jürgen Klopp schon ein Länderspiel.

Mittlerweile kommt Karl bereits auf 47 Pflichtspiele, zehn Tore und neun Vorlagen für die Münchner. Ein No-Name ist er schon lange nicht mehr. Das jedoch wünsche er sich nach eigenen Angaben sogar manchmal.

"Ich würde ab und zu schon gerne unbekannt sein. Wenn ich mit meinen Jungs oder meiner Familie in die Stadt gehe, um was zu essen, wird man immer erkannt. Es gab noch keinen Tag, an dem ich kein Foto machen musste. Das gab es noch nie", sagt er. Selbst, wenn er nur im Auto sitze, werde er erkannt: "Da würde ich mir schon wünschen unbekannt zu sein. Aber das gehört natürlich beim Job dazu und ich gehe damit auch sehr gut um."

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