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Fußball-Bezirksliga: SG Schleid lässt St. Matthias keine Chance, Niederemmel sorgt für Paukenschlag gegen Saartal.
SG Ruwertal/Gutweiler – SV Tawern 1:1 (1:0)
Beim Wiedersehen mit dem früheren Verein hielt für Tawerns Trainer Benny Leis zumindest die Serie von inzwischen vier Partien ohne Niederlage. Ruwertal erwies sich in Halbzeit eins als das bessere Team mit den zwingend klareren Torchancen.
Fabian Eiden setzte in der siebten Minute einen Foulelfmeter per Schlenzer an den Pfosten, ehe Niklas Kirsten am langen Pfosten stehend zur Ruwertaler Führung abschloss (32.).
Eiden zwang in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs Tawerns Keeper Ben Hellwig zu einer überragenden Parade, als dieser die Kugel noch an den Pfosten lenkte. In einer Szene zuvor hatte die SGRG Glück, dass die Pfeife von Schiedsrichter Raphael Heinz aus Olzheim nach einem Zieher an Dennis Reiss stumm blieb. Tawern kam mit deutlich mehr Schwung aus der Kabine und in der 56. Minute zum Ausgleich. Nach einer Ecke von Reiss traf Tobias Düpre per Flugkopfball zum 1:1.
Ruwertals Coach Bastian Jung befand, dass „wir auch mal mit einem Punkt zufrieden sein müssen. Zur Halbzeit hätten wir 4:1 führen müssen, als wir einen sehr guten Fußball gespielt haben. Im zweiten Durchgang war Tawern besser, weil es die richtigen Räume fand.“
Für SVT-Coach Benny Leis war das „1:1 leistungsgerecht. In der ersten Halbzeit hatten wir ein schlechtes Positionsspiel und waren unsauber mit Ball. Als ich zur Halbzeit an die Leidenschaft appelliert habe, wurde es deutlich besser.“
SG MSN-Schleid – DJK St. Matthias Trier 5:1 (2:1)
Mit einem verdienten wie ungefährdeten 5:1-Erfolg zementierte die SG Schleid ihre Spitzenstellung in der Liga. Jannik Grün nach Eckball von Fabian Mertes (16.) und Visar Kadri nach Vorarbeit von Jan Pidde (28.) ließen die Eifeler schon früh auf die Siegerstraße einbiegen. Nach dem 2:1-Anschlusstreffer von Mohamed Khalife, der wenige Minuten später verletzungsbedingt vom Platz musste, keimte wieder Hoffnung bei den personell arg gebeutelten Trier Südern auf.
Doch im zweiten Durchgang spielte Schleid seine größere spielerische Reife und Zielstrebigkeit aus.
Schleids Trainer Taner Weins kommentierte: „Die Mannschaft hat die von uns eingeforderte Reaktion auf das 1:3 von Tawern gezeigt und eine gute Leistung geboten. Am deutlichen Sieg gibt es nichts zu Rütteln. Matthias hat versucht, mutig zu agieren, doch wir haben früh für klare Verhältnisse gesorgt.“
DJK-Spielertrainer Ahmed Boussi (fehlte wegen eines Hexenschusses) sah trotz des hohen Ergebnisses über weite Strecken ein gutes Auswärtsspiel seiner Mannschaft: „Wir haben die Außenseiterrolle angenommen, tief gestanden, den Gegner kommen lassen und über Umschaltmomente Schleid ärgern können. Selbst hatten wir in der ersten Halbzeit auch drei, vier gute Möglichkeiten. Das 3:1 durch einen Foulelfmeter war dann der Knackpunkt, der uns den Boden weggezogen hat.“
SG Kylltal-Birresborn – SV Trier-Irsch 2:3 (1:0)
Von einem „sehr glücklichen Sieg“ sprach der Irscher Coach Sebastian Szimayer nach einem verrückten Spiel in Büscheich. „Die erste Halbzeit war desolat. Da hatten wir keine Zuordnung. Wir dürfen uns nicht beschweren, wenn Birresborn zur Halbzeit 3:0 führt. Danach wurde es deutlich besser. Wir haben aus vier Torchancen drei Tore gemacht, mit viel Selbstvertrauen gespielt und das Spiel gedreht.“ Per Flugkopfball von Pascal Hein kamen die Kylltaler noch vor der Pause zur überfälligen Führung. Kurz nach Wiederbeginn egalisierte Irsch nach Ecke und anschließendem Gewusel im Strafraum durch Tim Grundheber (49.).
Doch Birresborn legte durch den brandgefährlichen Görtz fünf Minuten später erneut vor (54.). Doch erneut fand der SVI eine zeitnahe Antwort, als Daniel Goldbeck zum 2:2 traf (56.). Den entscheidenden Punch setzte Luca Klupsch nach starker Vorarbeit von Goldbeck mit dem 3:2-Siegtreffer (71.). Kylltal-Spielertrainer Daniel Bartsch sprach von einer „super-ärgerlichen Niederlage“.
SV Niederemmel – SG Saartal Schoden 5:3 (2:0)
Für einen Paukenschlag sorgte das bisherige Schlusslicht SV Niederemmel mit einem 5:3-Erfolg in der Partie gegen die defensiv erneut anfällige Saartal-SG. Binnen fünf Minuten hatte Benedikt Vogedes die Hausherren schon früh mit 2:0 in Front geschossen (12., 17.). Kurz nach Wiederbeginn erhöhten die wie ausgewechselt wirkenden Moselaner durch Felix Leyendecker auf 3:0 (46.). Dann wurde es ein offener Schlagabtausch.
In der zweiten Minute der Nachspielzeit sorgte der erst kurz zuvor eingewechselte Franjo Orsolic mit seinem ersten Kontakt mit dem 5:3 für die Entscheidung.
„Es war ein nervenaufreibendes Spiel mit dem besseren Ende für uns. Wir haben verdient zur Halbzeit mit 3:0 geführt und alle taktischen Vorgaben gut umgesetzt. Nach dem 3:1 war es sehr wichtig, direkt danach mit dem 4:1 zu antworten“, fielen Niederemmels Trainer Uwe Wess sehr viele Steine vom Herzen.
SV Lüxem – TuS Ahbach 3:2 (1:0)
Nach drei Partien ohne Sieg kehrte der SV Lüxem in die Erfolgsspur zurück. In einem umkämpften Spiel auf regennassem Geläuf entwickelte sich eine flotte Auseinandersetzung.
Im Auf und Ab einer wilden Schlussphase sorgte der eingewechselte Detsit Choompong nach Vorarbeit von Meeth mit dem 3:1 für die Entscheidung (90.). Das 3:2 in der vierten Minute der Nachspielzeit durch Nicolas Müller bedeutete nur noch Ergebniskosmetik, denn wenige Augenblicke danach war Schluss. „In einem sehr wilden Spiel, bei dem wir in der ersten Halbzeit so gut wie gar nichts zugelassen haben, war bei allen Akteuren der feste Willen spürbar, die drei Punkte unbedingt in Lüxem zu lassen. Weil wir über 90 Minuten gesehen die bessere und aktivere Mannschaft waren, ist der Sieg auch verdient“, frohlockte Lüxems Coach Nico Hubo.
SG Walsdorf – FSV Salmrohr 3:2 (1:0)
Während die SG Walsdorf den siebten Sieg in Folge landete und im neunten Spiel in Serie ungeschlagen blieb, bedeutet die 2:3-Niederlage für den FSV Salmrohr einen Dämpfer im Titelkampf.
Die Vulkaneifeler präsentierten sich als gefestigte Spitzenmannschaft und überzeugten durch eine kluge Balance zwischen tiefem Block und blitzschnell ausgeführten Umschaltaktionen. Hatten Leon Bauer und Jannik Hennes freistehend noch nicht den gewünschten Erfolg, so wies die Führung durch Hennes noch vor der Halbzeit die Richtung, in die es gehen konnte (44.). Doch Salmrohr schlug per Doppelschlag nach der Pause eiskalt zurück. Jan Brandscheid und Louis Thul drehten das Spiel (50., 52.). Walsdorf setzte alles auf eine Karte, hatte zunächst bei einem Freistoß von Marco Hattenrath ans Lattenkreuz Pech (63.), ehe die Walsdorfer in der Schlussviertelstunde das Momentum doch noch auf ihre Seite zogen. Marius Göbel egalisierte zum 2:2 (75.) und Lukas Duvivier gelang in der 89. Minute schließlich der umjubelte 3:2-Siegtreffer.
SG-Spielertrainer Marco Michels sah man die Erleichterung an: „Salmrohr hat stark angefangen, wir aber alles gut wegverteidigt. Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatten wir ganz schlechte erste 15 Minuten, als Salmrohr seine Qualität ausspielte und das Spiel drehte. Doch die Mannschaft hat diesen Nackenschlag super weggesteckt und hinten raus verdient gewonnen.“
SG Ellscheid – SV Wittlich 4:1 (3:0)
Die SG Ellscheid bleibt dank der mehr erzielten Tore (39) gegenüber der SG Schleid (35) Tabellenführer der Bezirksliga West. Im Derby gelang gegen den zuletzt so starken Aufsteiger SV Wittlich mit einem 4:1-Erfolg der bereits achte Sieg im elften Spiel. Mit einem Doppelschlag binnen einer Minute stellten die Alfbachtaler schon früh die Weichen auf Sieg, nachdem Jan Michels und Paul Minninger getroffen hatten (21., 22.). Die Vorentscheidung reifte, als Marlon Rössel noch in Halbzeit eins zum 3:0 nachlegte.
Ellscheids Spielertrainer Markus Boos konstatierte gut gelaunt: „Es war ein super Auftritt von uns, vor allem in der ersten Halbzeit. Da haben wir hervorragend zusammengespielt, gut verteidigt und waren super effektiv. In der zweiten Halbzeit war Wittlich die bessere Mannschaft. Sie war griffiger, aber auch nicht zwingend genug in ihren Abschlüssen.“