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TRIER. Was für eine Antwort nach turbulenten Tagen: Eintracht Trier hat einen 0:2-Rückstand gegen den FSV Frankfurt noch in einen 3:2-Heimsieg verwandelt. Vor 2.384 Zuschauern im Moselstadion sah es nach einer Stunde bereits nach dem nächsten bitteren Nachmittag aus. Dann traf der SVE dreimal innerhalb von nur 24 Minuten – und bescherte Interimscoach Daniel Wilde im ersten Spiel nach der Trennung von Thomas Klasen einen Einstand nach Maß.
Eintracht Trier gegen FSV Frankfurt: Das Wichtigste
Der SVE lag nach einer Stunde mit 0:2 zurück. Christopher Wähling, Tim Sausen und Kapitän Christopher Spang drehten die Partie noch zum 3:2. Nach zwei deutlichen Niederlagen gelingt Eintracht Trier damit ausgerechnet im ersten Spiel nach dem Trainerwechsel die erhoffte Reaktion.
Die Gäste erwischten den deutlich besseren Start.
Bereits in der 11. Minute brachte Amar Suljic den FSV Frankfurt mit 1:0 in Führung.
Für Eintracht Trier war das zunächst der nächste Rückschlag nach schwierigen Wochen. Zuvor hatte der SVE gegen Walldorf mit 1:4 und anschließend bei Steinbach Haiger mit 0:4 verloren.
Als Dwayn Meene nach einer Stunde auf 2:0 für Frankfurt erhöhte, schien sich der Negativtrend fortzusetzen.
Doch diesmal reagierte Trier.
Nur drei Minuten nach dem zweiten Frankfurter Treffer fiel der Anschluss.
Christopher Wähling köpfte zum 1:2 ein und brachte die Eintracht damit zurück in die Partie.
Plötzlich war wieder Energie im Spiel.
Wenig später traf Wähling sogar noch die Latte. Der Ausgleich lag nun in der Luft.
Zur Pause hatte Interimscoach Daniel Wilde Tim Sausen eingewechselt. Diese Entscheidung sollte sich auszahlen.
Sausen erzielte im zweiten Durchgang den 2:2-Ausgleich – und aus einem bereits verloren geglaubten Spiel wurde innerhalb kurzer Zeit ein völlig offener Schlagabtausch.
Die Eintracht begnügte sich anschließend nicht mit einem Punkt.
In der Schlussphase drängte Trier weiter nach vorne.
Dann folgte der Moment des Tages:
Kapitän Christopher Spang traf aus kurzer Distanz zum 3:2. Für Spang war es ausgerechnet in diesem emotionalen Spiel sein erstes Saisontor. Innerhalb von nur 24 Minuten hatte Eintracht Trier damit einen 0:2-Rückstand komplett gedreht.
Der Sieg bekommt durch die Ereignisse der vergangenen Tage zusätzliche Bedeutung.
Erst wenige Tage zuvor hatte sich Eintracht Trier nach mehr als drei Jahren von Cheftrainer Thomas Klasen getrennt.
Co-Trainer Daniel Wilde übernahm interimsweise.
Sein erstes Spiel als Verantwortlicher begann mit einem 0:2-Rückstand – und endete mit einem spektakulären 3:2-Heimsieg.
Vor dem Frankfurt-Spiel hatte der SVE in zwei Partien insgesamt acht Gegentreffer kassiert und selbst nur einmal getroffen.
Gegen Frankfurt sah es zunächst so aus, als könnte die nächste Niederlage folgen. Doch statt auseinanderzufallen, zeigte die Mannschaft diesmal eine Reaktion.
Drei eigene Tore nach dem 0:2 dürften deshalb nicht nur wegen der drei Punkte wichtig sein. Gerade nach der Trainertrennung und den vorherigen deutlichen Pleiten dürfte die Art und Weise des Sieges für zusätzliche Erleichterung sorgen.
Mit dem Heimsieg erhöht Eintracht Trier sein Punktekonto auf 19 Zähler.
Der SVE steht damit aktuell auf Tabellenplatz acht der Regionalliga Südwest.
Viel Zeit zum Feiern bleibt allerdings nicht. Bereits am kommenden Samstag steht das nächste Heimspiel an.
Dann kommen die Stuttgarter Kickers ins Moselstadion.