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Ist die Entscheidung um das DFB-Torhüter-Trio bereits gefallen? Jürgen Klopp hat klare Anforderungen formuliert und die Rollenverteilung eingeordnet.
Nach der Bekanntgabe seines zweiten Kaders hat Bundestrainer Jürgen Klopp ausführlich zur Situation zwischen den Pfosten der deutschen Nationalmannschaft Stellung bezogen. Während die Besetzung der Nummer eins mit Marc-Andre ter Stegen unmissverständlich feststeht, geben seine detaillierten Aussagen zu den weiteren Torhütern und den taktischen Anforderungen Aufschluss über die Rangordnung im DFB-Torhüter-Trio.
Klopp legte sich an der Spitze fest, betonte aber das hohe Niveau seiner weiteren Torhüter: „Marc-Andre spielt eine ganz tolle Saison in Amsterdam und glücklicherweise spielen die anderen beiden auch eine richtig gute Saison. Aber ja, Marc-Andre ter Stegen geht als Nummer eins in diese Spiele.“ Wie die Plätze dahinter sortiert sind, entscheidet sich an einem anspruchsvollen Profil. Ebenfalls dabei sind Jonas Urbig und Alexander Nübel.
Für Klopp ist bei der Bewertung der Torhüter nicht allein die Momentaufnahme ausschlaggebend. Stattdessen setzt der Bundestrainer auf Konstanz und persönliche Ausstrahlung: „Da geht's auch nicht darum, wer hält jetzt gerade besser, weil bei Torhütern geht's um eine große Stabilität, die die ausstrahlen müssen.“ Darüber hinaus formulierte Klopp konkrete spielerische Maßstäbe, die für das gesamte Trio richtungsweisend sind. Reine Paraden auf der Linie genügen im modernen Spielansatz nicht.
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„In unserem Fall kommt noch etwas dazu: Die Nummer-1-Fähigkeit ist, dafür zu sorgen, dass kein Ball ins Netz geht. Das ist die Nummer eins. Aber darüber hinaus gibt es ein paar Dinge, die einfach auch wichtig sind. Wie kann ich das eigene Spiel bestimmen, auch im eigenen Ballbesitz? Wie kann ich, wenn wir mit einer hohen Linie verteidigen, diese Situation frühzeitig erkennen, um ins Mittelfeld hinein zu verteidigen, nicht zu dribbeln oder Bälle wegzuhauen? All diese Dinge gehören dazu.“
Dass ter Stegen den Vorzug erhält, liegt für Klopp vor allem an dessen Reife in komplexen Spielphasen. „Marc-Andre hat da die größte Erfahrung in diesem Bereich und wir gehen mit ihm als Nummer eins in diese Spiele“, begründete der Bundestrainer seinen Entschluss. Die Debatte um das Trio ist damit jedoch keineswegs abgeschlossen.
Nach den personellen Weichenstellungen der vergangenen Monate, in denen auch die Rolle von Oliver Baumann und Alexander Nübel intensiv diskutiert wurde, zeigt Klopps detaillierte Analyse: Wer sich im DFB-Kader etablieren will, muss Stabilität, frühe Situationserkennung und mutiges Verteidigen nach vorne verbinden. Während ter Stegen diese Anforderungen aktuell am besten erfüllt, bleibt der Wettbewerb unter den weiteren Torhütern hinter der Nummer eins offen. (fpt)