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Der Bann ist gebrochen. Fußball-Drittligist Hansa Rostock hat am 13. Spieltag mit einem 3:0 (0:0) gegen die SG Sonnenhof Großaspach den zweiten Heimsieg der Saison gefeiert und seine Negativserie von vier Spielen ohne Sieg beendet. Bemerkenswert: Im siebten Duell mit Großaspach im Ostseestadion war es der erste Sieg überhaupt.
Hansa-Coach nahm drei Veränderungen in der Startelf im Vergleich zum 1:2 in Regensburg vor. Leon Dajaku fehlte wegen Gelb-Rot. Yannick Michaelis und Leon Reichardt rotierten dagegen auf die Bank. Für das Trio spielen Jonas Dirkner (von Rot-Sperre zurück), David Kopacz und Lukas Wallner.
Nach einer eher ruhigen Anfangsviertelstunde nahm die Partie deutlich an Fahrt auf. Hansa suchte vor allem über die Außen den Weg nach vorn. Über Ouassim Karada kam der Ball zu David Kopacz, der ihn zur Mitte bracht. Dort fehlte Jonas Dirkner der gewisse Druck beim Abschluss (15.) Weitere Flanken in kurzer Zeit führte trotz teilweisen Durcheinanders in der Abwehr der Gäste nicht zum Erfolg.
Und plötzlich hatte Großaspach die Riesenchance zur Führung. Die Rostocker ließen den Aufsteiger im Mittelfeld gewähren. Auf einmal stand Lukas Stoppel völlig frei vor dem Hansa-Tor. Doch Keeper Philipp Klewin parierte erstklassig und verhinderte mit einem tollen Reflex das 0:1 (18.).
Hansa war nach vier Spielen ohne Sieg die Verunsicherung deutlich anzumerken. Nur phasenweise gelang es die Hausherren, Druck auf eine nicht sattelfest wirkende Abwehr der Gäste zu machen. Echte Torchancen blieben aus. Auf der Gegenseite wackelte auf einmal das Gebälk. Keeper Philipp Klewin griff bei einer Ecke daneben. Der zweite Ball gelangte über Umwege zum aufgerückten Abwehrmann Jan Elias Rahn, der nur die Latte traf - Glück für den FCH (38.). Allmählich waren im erneut gut besuchten Ostseestadion leichtes Murren und erste Pfiffe auf den Rängen zu vernehmen.
Mit zwei frischen Kräften - Maximilian Krauß und Milosz Brzozowski für David Kopacz und Niklas Kölle - versuchte Breitenreiter, seinem Team zur zweiten Hälfte mehr Leben einzuhauchen. Doch anfangs wirkten die Gäste gefälliger, ohne jedoch torgefährlich zu werden.
Hansa brauchte ein paar Minuten, um wieder in Schwung zu kommen. Für den ersten Aufreger sorgte Andreas Voglsammer. Der Stürmer ging per Kopf ins Duell mit SGS-Keeper Maximilian Reule und der Ball trudelte ins Tor. Doch Schiedsrichter Lennart Kernchen war der Ansicht, dass der Schlussmann bereits den Ball unter Kontrolle hatte (54.).
Auf einmal war das Ostseestadion da und puschte die Rostocker, die jetzt ein, zwei Gänge hochschalteten, nach vorn. Erneut war es Voglsammer, der für den nächsten Aufreger sorgte. Der Angreifer wurde im Strafraum gehalten - Elfmeter für Hansa und Gelb-Rot für SGS-Kapitän Volkan Celiktas (61.). Kenan Fatkic zeigte sich nervenstark und traf zum 1:0 für die Kogge (63.).
Der Führungstreffer gab Rückenwind, Hansa blieb am Drücker. Hatte Andreas Voglsammer erst noch Pech bei einem Pfostenkopfball (78.), machte der Routinier es eine Minute später besser und traf zum entscheidenden 2:0 (79.).
FC Hansa: Klewin - Carstens, Pfanne, Wallner - Karada (84. Bohnert), Dirkner, Schuster (89. Michaelis), Fatkic, Kölle (46. Brzozowski) - Kopacz (46. Krauß), Voglsammer (84. Lennemann)
Tore: 1:0 Fatkic (63./Foulelfmeter), 2:0 Voglsammer (79.), 3:0 Krauß (90.+4)>